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Raumfahrt : „Opportunity“ auf den Mars gerollt

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Geschafft: das freut den Wissenschaftler Bild: AP

Der Roboter „Opportunity“ der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa hat am Samstag mit der Erkundung der Marsoberfläche und der Suche nach Hinweisen auf Wasser begonnen.

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          Eine Woche nach seiner Ankunft auf dem Roten Planeten ist „Opportunity“ am Samstag von seinem Landegerät sicher auf die Oberfläche des Mars gerollt. Nach mehreren Serien von Befehlen und mehrstündigen Wartezeiten erhielten die Wissenschaftler im Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena das Signal des Gefährts, daß es die drei Meter lange Fahrt über eine Rampe hinab auf die Marsoberfläche erfolgreich gemeistert hat.

          Alle zwölf Räder hätten Bodenkontakt, erklärte Flugdirektor Chris Lewicki von der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa in Pasadena. Ein von „Opportunity“ übermitteltes Schwarz-Weiß-Foto zeigt das leere Landegerät und zwei parallele Spuren, die von ihm wegführen.

          Als das Foto auf einem Bildschirm im Kontrollzentrum erschien, brachen die anwesenden Wissenschaftler in Jubel aus. Minuten später gingen weitere Fotos ein. Für die drei Meter, die der Rover bislang gerollt sei, habe er vermutlich weniger als zwei Minuten gebraucht, hieß es.

          Spuren auf dem Mars: hinten das Landegerät, von dem Opportunity heruntergerollt ist

          Suche nach Eisenerz

          Auf der Ebene Meridiani Planum, die Opportunity erkunden soll, könnte es Eisenerz geben, das auf der Erde dort vorkommt, wo es Wasser gibt. Mit „Spirit“ hat die Nasa derzeit noch einen zweiten, zu „Opportunity“ baugleichen Roboter auf dem Mars, der etwa drei Wochen zuvor dort gelandet war. Da sich die Böden an den beiden Landestellen der Zwillingsroboter grundlegend unterscheiden, erwarten die Wissenschaftler die Ergebnisse der Analyse mit Spannung.

          „Spirit“ kämpft mit Störungen im Computersystem und sendete am späten Mittwochabend erstmals seit mehr als einer Woche wieder ein Bild zur Erde. Der für die Software zuständige Chefingenieur Glenn Reeves sagte am Samstag, bis zum Sonntag könne die Nasa „Spirit“ vermutlich für „vollständig genesen“ erklären. Die beiden Sonden sollen herausfinden, ob auf dem Roten Planeten einst ein wärmeres und feuchteres Klima herrschte und ob Leben möglich war.

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