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Raumfahrt : Nasa verliert Kontakt zu Forschungssatelliten

  • Aktualisiert am

Wie ein Künstler die Sonde Comet Nucleus Tour (Contour) sah Bild: Nasa

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Kurs der Raumsonde stimmt, bloß die Antennen nicht richtig ausgerichtet sind.

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          Die Wissenschaftler der Nasa suchen derzeit den Himmel nach einem Objekt ab, das nicht da ist, wo es sein sollte. Der Satellit Contour hätte mit einem Antriebsschub die Umlaufbahn der Erde verlassen sollen, habe das Manöver aber nicht bestätigt.

          Die 970 Kilogramm schwere und rund 160 Millionen Euro teure Sonde Contour habe nach dem Verlassen der Erdumlaufbahn ein Signal aussenden sollen, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit. Es sei aber nichts zu hören gewesen. Die Experten versuchten weiterhin, Kontakt mit der verloren gegangenen Sonde aufzunehmen. "Wir versuchen derzeit, eine Telemetrie-Verbindung herzustellen", sagte der Leiter der Contour-Mission Robert Farquhar.

          Satellit auf dem geplanten Kurs vermutet

          "Wir suchen im Moment auf dem geplanten Kurs nach Contour," sagte Farquhar, "Wir bleiben bei der Annahme, dass der Motor gezündet hat und das Team legt auf diese Suche die Priorität." Die Ingenieure seien „vorsichtig optimistisch", dass 24 Stunden nach dem Abbruch des Kontakts ein automatisches Computer-Backup-Programm einsetze, wie es in einem solchem Fall geplant sei. Das Programm richtet die Antennen des Satelliten neu aus und versucht so, Kontakt herzustellen. Dies werde am Freitag erwartet.

          Der Satellit war Anfang Juli in die Umlaufbahn geschossen worden. Im kommenden Jahr war ein Besuch bei dem Komet „Encke“ geplant, 2006 bei „Schwassmann-Wachmann 3“. Dort sollte Contour in einer Entfernung von rund hundert Kilometern zum Kern beider Kometen reisen. Im Mittelpunkt der Mission steht nach Nasa-Angaben die Erforschung der Kerne der Flugkörper. Diese seien vermutlich vor 4,6 Milliarden Jahren gefroren, zu einer Zeit, als die Planeten im Sonnensystem entstanden seien. Von der Erforschung der Kerne erhofft sich die Nasa unter anderem Informationen über die Entstehung des Lebens auf der Erde.

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