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Raumfahrt : Missionsziel Öffentlichkeit

  • -Aktualisiert am

Auf Schritt und Tritt medial begleitet Bild: Cornelia Pretzer

Für die europäischen Astronauten ist es ein Ziel, mit ihren Missionen an die Öffentlichkeit zu treten, doch manchmal kann dieser Auftrag zur Last werden.

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          „Der Astronaut Pedro Duque wird auch pädagogisch und werblich aktiv sein, mit dem Ziel, das europäische bemannte Raumfahrt- und Forschungsprogramm in das Bewußtsein einer größeren Öffentlichkeit zu rücken - besonders bei jungen Leuten.“ Dieser Satz aus den Zielen seiner Mission, mit der der Spanier am 18. Oktober zur Internationalen Raumstation ISS abheben wird, hört sich an wie eine Selbstverständlichkeit. Doch tatsächlich tritt der schmale Ingenieur durch seinen Flug zur ISS so sehr in die Öffentlichkeit, daß es manchmal schon eine Last scheint.

          Journalisten bitten den in Madrid geborenen Mann schon mal, noch eine Runde mir dem Fahrrad zu drehen, um ein Bild von ihm zu machen. Er muß in engen Raumanzügen posieren, bekommt vor Foto-Blitzlichtern kaum noch die Augen auf und hat durch das Medientraining die Augen und Linsen der Journalisten so verinnerlicht, daß er immer wieder an besonders phototrächtigen Stellen stehen bleibt und sich und vor allem seine Mission in Szene setzt. Dabei ist Duque immer geduldig, freundlich und für jeden auch noch so abwegigen Wunsch zu haben. „Könnten Sie vielleicht nochmal mit dem Fahrrad eine Runde drehen, damit wir ein Bild machen können?“, fragen Journalisten. Und Duque, der über sich selbst sagt, daß er gern Rad fährt, tut das natürlich gerne.

          Mitbringsel an Bord werden analysiert

          „Was nehmen Sie denn mit auf den Flug?“, fragen die Medienleute, die aus dem, was es den Astronauten wert ist, trotz der rigiden Beschränkungen mitgenommen zu werden, Schlüsse zu ziehen hoffen. André Kuipers, der niederländische Ersatzmann für Duque und Nominierte für die nächste Mission, nimmt Erinnerungsstücke an seine beiden Töchter mit. Und Musik. „Viel davon ist aus der Zeit, als ich begonnen habe, darüber nachzudenken, ob ich Raumfahrer werden will.“ Dazu gehören Hits aus den 70ern, als Kuipers Perry Rhodan las.

          Und über all diese Dinge erzählen die Astronauten freigiebig - ebenso wie über technische oder inhaltliche Details ihrer Arbeit, denn „es gehört schließlich dazu“, wie Kuipers sagt und Duque in seine Ziele geschrieben hat.

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