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Raumfahrt : Envisat in Umlaufbahn gebracht

  • Aktualisiert am

Der „Mission Control Room” des Weltraumzentrums der ESA in Darmstadt Bild: dpa

Mit einer Ariane-5-Rakete wurde der europäische Satellit Envisat erfolgreich in seine vorgesehene Umlaufbahn gebracht.

          Der europäische Umweltsatellit Envisat ist in der Nacht zum Freitag planmäßig von einer Ariane-5-Rakete ins All gebracht worden. Die Europäische Weltraumkontrollstation (ESOC) in Darmstadt meldete am Morgen, mit dem Ausfahren der Sonnenkollektoren des Satelliten sei ein entscheidendes Manöver erfolgreich verlaufen.

          Die Trägerrakete war vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus gestartet. Knapp 27 Minuten nach dem problemlosen Start setzte sie den Satelliten in der vorgesehenen Umlaufbahn in Höhe von 800 Kilometern ab. „Das ist ein großer Erfolg für Europa“, sagte Antonio Rodotà, Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA).

          Mit Envisat demonstrierten die Europäer ihre Führungsrolle in der Raumfahrt. Mit den zehn Instrumenten auf dem Satelliten verfüge Europa außerdem über modernste Messmethoden zur Kontrolle von weltweiten Umweltschäden. Envisat ist mit Gesamtkosten von 2,3 Milliarden Euro der bislang teuerste Satellit der ESA.

          Umweltbeobachtungen

          Mit seinen zehn Instrumenten kann der 8,2 Tonnen schwere Himmelskörper unter anderem Treibhausgase und das Ozonloch messen, Meeresverunreinigungen und Algenwachstum feststellen oder Erdbewegungen vor Vulkanausbrüchen registrieren.

          Die ESA geht davon aus, dass Envisat rund zehn Jahre funktionstüchtig bleiben wird. In dieser Zeit soll er ein Petabyte (eine 1 mit 15 Nullen) an Daten sammeln - das entspricht dem Festplattengehalt von einer Million Heim-Computern. Die Daten von Envisat stehen Forschern weltweit zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.

          Vermarktung von Informationen

          Die ESA will einige Informationen auch vermarkten. Mögliche Interessenten sind die Hochseeschifffahrt oder der Tourismus. So könnte Envisat vor Unwettern über den Ozeanen warnen sowie Reiselustige über die UV-Strahlung im Urlaubsland oder mögliche Algen-Teppiche an den Stränden informieren.

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