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Raumfahrt : „Endeavour“ zurück auf der Erde

  • Aktualisiert am

Gelandet: Westküsten-Sonne statt Ostküsten-Sturm Bild: AFP

Die amerikanische Raumfähre „Endeavour“ ist nach 16 Tagen im All wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Wegen eines stürmischen Himmels über Florida landeten die sieben Astronauten in Kalifornien.

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          Die amerikanische Raumfähre „Endeavour“ ist nach gut zweiwöchiger Mission im All wieder auf der Erde. Mit einer Bilderbuch-Landung setzte der Space Shuttle nach einer mehr als zehn Millionen Kilometer langen Reise mit sieben Astronauten an Bord am Sonntag (Ortszeit) auf dem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Edwards auf. Die Weltraumbehörde Nasa hatte den Orbiter wegen schlechten Wetters über Cape Canaveral in Florida an die Westküste umdirigiert. „Eine großartige Art, einen fantastischen Flug zu beenden“, lobte die Bodenkontrolle die Landung unter strahlend blauem Himmel.

          Der Ausweich-Landeplatz in Kalifornien ist allerdings eine wenig beliebte Option, weil die Raumfähre mit Millionenaufwand auf dem Rücken eines umgebauten Jumbo-Jets nach Florida zurückgeflogen werden muss. Stürme und Regen hatten jedoch eine Landung auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral zu riskant gemacht. Der nächste Shuttle-Flug ist für den 12. Februar 2009 geplant.

          Hauptaufgabe der insgesamt 16-tägigen Mission war es, die zehn Jahre alte Raumstation ISS besser auszustatten, so dass vom nächsten Frühjahr an sechs Astronauten ständig dort leben können. Während des Besuchs der „Endeavour“ bei der ISS wurden ein weiteres Schlafzimmer, eine zweite Toilette sowie eine kleine Küche installiert. Bisher können sich auf der Station nur drei Raumfahrer ständig aufhalten. Zudem wurde eine moderne Recyclinganlage installiert, die aus Urin, Schweiß und Kondenswasser der Atemluft Trinkwasser für die Stationsbewohner aufbereiten kann. Nach anfänglichen Problemen funktionierte die High-Tech-Anlage bei einem Probelauf reibungslos.

          In vier Außeneinsätzen reparierten die Astronauten das Drehgelenk eines Sonnensegels, das seit über einem Jahr defekt war. Die Drehgelenke der Sonnensegel sind notwendig für die Versorgung der Raumstation mit Solarstrom. Sie sorgen dafür, dass die Solarflügel sich optimal zur Sonne ausrichten und dadurch ein Maximum an Strom produzieren. Ihr einwandfreies Funktionieren gilt als Voraussetzung für die geplante Erweiterung der ISS im nächsten Mai.

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