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Raumfahrt : Die Mir als Museum

  • -Aktualisiert am

Das Mir-Modell im Sternenstädtchen Bild: Cornelia Pretzer

Im Sternenstädtchen bei Moskau steht nach wie vor ein wirklichkeitsgetreues Modell der Raumstation Mir - allerdings weitestgehend ohne Funktion.

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          Ebenso wie die Astronauten, die heute zur Internationale Raumstation ISS fliegen und vorher in einem möglichst wirklichkeitsnahen Modell üben, bereiteten auch die Kosmonauten vor Flügen zur russischen Station Mir in einem Modell ihre Tagesläufe vor. Dieses Modell steht auch eineinhalb Jahre nach dem kontrollierten Absturz der Station im Sternenstädtchen - allerdings weitestgehend ohne Funktion.

          Das Modell glich dem im Orbit nicht ganz genau, die senkrecht zur Hauptachse stehenden Teile wurden unter Schwerkraft nicht aufgebaut. Aber das Kernstück der Station, die am Ende nur noch zu einem kleinen Teil funktionsfähig war, steht 1:1 nachgebaut in Moskau. Inklusive dem Stück, an dem sowohl die russischen Sojus-Kapseln als auch die amerikanischen Space-Shuttles andocken konnten. Inklusive dem Hauptcomputer, von dem beispielsweise der Spanier Pedro Duque, der im Oktober zur ISS fliegt, sagt: „Lassen Sie uns nicht drüber reden“. Und natürlich auf den europäischen Computer, der die ISS steuert hinweist.

          Zusammen mit all den neuen Hoffnungen, die die ISS mit ihren internationalen Bemühungen unterstützt, verbinden viele Menschen im Sternenstädtchen ganz besondere Erinnerungen mit der Mir. Esa-Sprecherin Simonetta Chelia sagt beispielsweise: „Der kontrollierte Absturz der Mir war eine der erfolgreichsten internationalen Missionen, die es je gab. Die genaue Verfolgung der Station von vielen Bodenpunkten aus war einzigartig.“ Astronaut Duque erinnert sich noch an sein eigenes Training am Mir-Modell. Und regelmäßig kommen Schulklassen, die an die Raumfahrt herangeführt werden sollen, und schauen staunend die Station an. „Viele der Erfahrungen, die die Russen und wir mit der Mir gemacht haben, sind für den erfolgreichen Aufbau der ISS unersetzlich“, sagt der niederländische Esa-Astronaut André Kuipers.

          In der Mir

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