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Raumfahrt : Die „Endeavour“ ist sicher zur Erde zurückgekehrt

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Sicher am Boden: Die „Endeavour” nach ihrem letzten Flug ins All Bild: REUTERS

Die amerikanische Raumfähre „Endeavour“ hat ihre letzte Reise beendet und ist sicher auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gelandet. Die Mission hatte sie für Wartungsarbeiten zur ISS geführt.

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          Die amerikanische Raumfähre „Endeavour“ ist an diesem Mittwoch nach 16 Tagen im All wieder auf der Erde gelandet und hat damit ihre letzte Mission beendet. Nach der Landung waren Flammen am Heck des Shuttles zu sehen. Ein Raumfahrtexperte sagte dem amerikanischen Nachrichtensender CNN, dass dort Treibstoffreste verbrannt seien. Dies sei normal, aber bei Landung am Tag meist nicht zu sehen.

          Sechs Astronauten waren am 16. Mai zur Internationalen Weltraumstation (ISS) gestartet und hatten das Alpha-Magnet-Spektrometer AMS-02 auf die Umlaufbahn gebracht. Mit dem 1,5 Milliarden Euro teuren Gerät, das von rund 600 Wissenschaftlern aus 16 Ländern entwickelt wurde, soll die Zusammensetzung der kosmischen Höhenstrahlung mit bisher unerreichter Präzision vermessen werden. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach Antimaterie.

          Der Astronaut Mark Kelly, Kommandeur der Crew, sagte, es sei „traurig, die 'Endeavour' das letzte Mal landen zu sehen“. Die Nasa hatte bereits am Ende der Reise begeistert von einer perfekten Mission gesprochen und die Verlässlichkeit der betagten „Endeavour“ hervorgehoben. „Ihre Leistung war nichts weniger als herausragend“, sagte LeRoy Cain, der den Abschiedsflug von der Erde aus überwachte. Vor der Abreise hatte das Schiff noch große Probleme gemacht - der Abflug musste wegen technischer Schwierigkeiten mehrfach verschoben werden.

          Kurz vor der Landung: Die Räumfähre „Endeavour” steuert auf den Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu
          Kurz vor der Landung: Die Räumfähre „Endeavour” steuert auf den Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu : Bild: AFP

          In Zukunft steht die „Endeavour“ im Museum

          Die „Endeavour“ ist die jüngste von insgesamt fünf für Flüge ins All eingesetzte amerikanischen Raumfähren. Sie ersetzte die 1986 explodierte „Challenger“ und bestritt seit ihrem ersten Start am 7. Mai 1992 insgesamt 25 Reisen. Nach Angaben der Nasa verbrachte sie 299 Tage im Weltraum und legte dabei 197,6 Millionen Kilometer zurück. Allein bei ihrer Abschiedsmission umrundete sie die Erde 248 Mal.

          Vor allem für die Montage der ISS spielte sie in all der Zeit eine große Rolle. Zwölf Mal dockte sie an dem Außenposten der Menschheit im All an, lieferte unter anderem im Dezember 1998 das erste amerikanische Bauteil und über die Jahre wichtige Solarkollektoren, Laborteile und Beobachtungsmodule.

          Die Raumfähre „Endeavour“ erhält künftig einen Ehrenplatz in einem Museum im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Mit dem Start der „Atlantis“ am 9. Juli wird das Shuttle-Programm nach 30 Jahren aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

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