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Raumfahrt : Columbia-Mission trotz Problems fortgesetzt

  • Aktualisiert am

Der Start der Columbia-Fähre Bild: AP

Das Kühlsystem, in dem seit Samstag das Kühlmittel verlangsamt fließt, ist vor allem beim Eintritt in die Atmosphäre wichtig.

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          Die US-Raumfähre Columbia setzt ihre Mission ungeachtet eines Problems mit dem Kühlungssystem fort. Wie der Programmdirektor der Mission am Freitagabend (Ortszeit) mitteilte, wurde dies bei einer Expertensitzung beschlossen. Die Probleme seien nicht so gravierend, als dass die Raumfähre umgehend auf die Erde zurückkehren müsse, sagte Ron Dittermore.

          In einem der beiden Kühlkreisläufe an Bord der Columbia fließe das Kühlmittel zwar leicht verlangsamt. Erste Überprüfungen hätten aber gezeigt, dass das System insgesamt stabil sei. Auf einer Sitzung der Spezialisten am Johnson Center im texanischen Houston soll am Samstag um 12.00 Uhr (20.00 Uhr MESZ) über das weitere Vorgehen entschieden werden.

          Kein Totalausfall zu befürchten

          Der Programmdirektor äußerte sich optimistisch, dass der Kühlkreislauf nicht vollkommen ausfallen werde und die auf elf Tage angelegte Mission bis zum Ende geführt werden könne. Die beiden Kühlkreisläufe sind vor allem beim Eintauchen in die Atmosphäre wichtig, weil sie die Elektronik und die Kabine vor extremer Hitze schützen.

          Die Columbia war am Freitag um 06.22 Uhr (Ortszeit) mit sieben US-Astronauten an Bord vom Raumfahrtzentrum Cape Canaveral aus zum Weltraumteleskop Hubble gestartet. Während ihrer elftägigen Mission sollen die Astronauten die technische Ausstattung des Weltraumteleskops auf den neuesten Stand bringen. Geplant ist unter anderem, die Reichweite des Teleskops um das Zehnfache zu erhöhen sowie zwei neue Solarschilde anzubringen. Für die Installation sind fünf Weltraumspaziergänge vorgesehen. Das zwölf Tonnen schwere Teleskop Hubble war in einem gemeinsamen Projekt der NASA und der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA 1990 im All ausgesetzt worden.

          Der ursprünglich für Donnerstag vorgesehene Start der Columbia war wegen der Kältewelle in Florida um einen Tag verschoben worden.

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