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Raumfahrt : „Atlantis“ ist sicher auf der Erde gelandet

  • Aktualisiert am

Wieder auf der Erde: Raumfähre „Atlantis” Bild: REUTERS

Es war eine von der Nasa langersehnte Landung: Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ ist heil in Florida angekommen. Damit ist der erste Shuttleflug, der dem Weiterbau der Internationalen Raumstation ISS diente, erfolgreich abgeschlossen worden.

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          Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ ist nach ihrem zwölf Tage langen Weltraumeinsatz wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Shuttle landete noch vor Sonnenaufgang um 06.21 Uhr Ortszeit (12.21 MESZ) auf dem amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. „Willkommen zu Hause und Gratulation für die Fortsetzung des Ausbaus der Raumstation“, begrüßte Tony Antonelli aus dem Nasa-Kontrollzentrum in Houston die sechs Raumfahrer.

          Nach der Landung dauert es noch rund 45 Minuten, bis die fünf Männer und eine Frau aussteigen dürfen. Vor dem Öffnen der Luke zum Cockpit wird die Raumfähre erst auf giftige Gase untersucht. Danach nimmt ein Arzt eine Voruntersuchung der Raumfahrer vor. Nach dem Aussteigen umrundet die Crew traditionell ihren Orbiter.

          Ankunft um einen Tag verschoben

          Damit ist der erste Shuttleflug, der dem Weiterbau der Internationalen Raumstation ISS diente, erfolgreich abgeschlossen worden. Die sechsköpfige Crew hat bei drei Außenbordeinsätzen ein weiteres Paar Sonnensegel anmontiert. Die Rückkehr war eigentlich schon für Mittwoch geplant, mußte dann aber wegen eines mysteriösen kleinen Flugobjekts in der Nähe der Raumfähre um einen Tag verschoben werden. Mit einer dritten Sicherheitsinspektion im All wollte die Nasa sichergehen, daß die kritischen Stellen des Hitzeschildes nicht beschädigt worden sind.

          In der Dunkelheit der frühen Morgenstunden fliegt das Shuttle in Florida ein
          In der Dunkelheit der frühen Morgenstunden fliegt das Shuttle in Florida ein : Bild: AP

          Ein Loch im linken Flügel der Raumfähre „Columbia“ hatte am 1. Februar 2003 eine tödliche Katastrophe ausgelöst. Die Nasa stoppte daraufhin den weiteren Ausbau der Raumstation, so daß die „Atlantis“ am 9. September mit fast dreieinhalbjähriger Verspätung startete.

          Weitere Flüge stehen bevor

          Die „Atlantis“ soll nach den Worten von Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale das nächste Mal im Februar 2007 zur ISS fliegen. Zuvor wird die Raumfähre „Discovery“ Mitte Dezember den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Raumstation abholen. Die „Discovery“-Crew wird außerdem das gesamte Kabelsystem auf der ISS auf Vordermann bringen.

          Nach den Worten von Hale sind sechs Shuttle-Flüge in schneller Reihenfolge und ohne große Probleme nötig, um wichtige Komponenten wie das europäische Raumlabor „Columbus“ an der ISS anzudocken. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, die Raumstation in der vorgesehenen Zeit auszubauen“, sagte Hale.

          Die ISS soll im Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreicht haben. Nach 14 weiteren Flügen zur ISS sowie einem Wartungsflug zum alternden Weltraumteleskop „Hubble“ werden die Space-Shuttle ausgemustert. Die Nasa will sich danach auf Flüge zum Mond und später zum Nachbarplaneten Mars konzentrieren.

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