https://www.faz.net/-gum-3pub

Raumfahrt : 2015 - Das Jahr, in dem wir den Mars betreten?

  • Aktualisiert am

Mars: Endstation Sehnsucht für Raumfahrten Bild: dpa

Ein bemannter Flug zum Mars - nach Ansicht des russischen Experten Witali Semjonow könnte dieser Traum der Raumfahrer schon in einem guten Jahrzehnt wahr werden.

          1 Min.

          Während die internationalen Raumfahrer mit der Kostenkrise der Internationalen Raumstation ISS beschäftigt ist, ist das andere große Ziel aus dem Zentrum des Interesses gerückt: ein bemannter Flug zum Mars. Wie sollte eine solch schwierige Mission auch logistisch und finanziell realisiert werden?

          Witali Semjonow, Leiter des Projekts Mars-XXI vom russischen Keldysch-Forschungszentrum, setzt eine Reise zum Roten Planeten nun wieder auf die Tagesordnung. Und er glaubt, dass sie sogar noch vor dem von den Amerikanern einmal gesetzten und derzeit stark angezweifelten Zeitpunkt - 2019, genau 50 Jahre nach der ersten Mondlandung - Realität werden könnte. Durch eine gemeinsame Anstrengung aller führenden Raumfahrtnationen sei es möglich, dass im Jahr 2015 der erste Menschen den Marsboden betreten kann.

          Technische Voraussetzungen vorhanden

          „Technische Voraussetzungen für ein solches Unternehmen, das die internationale Gemeinschaft knapp 20 Milliarden US-Dollar (etwa 20,4 Milliarden Euro) kosten würde, sind vorhanden“, sagte Semjonow am Freitag in Moskau. Klar sei aber, dass die Reise zu unserem Nachbarplaneten nur „durch vereinte Kräfte der führenden Industrienationen“ verwirklicht werden. Tatsächlich bereite die russische Raumfahrtagentur Rosawiakowski das ambitionierte Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit der Nasa und der Esa vor.

          Nach den Worten Semjonows werde Russland für den Flug zum Mars, der voraussichtlich ein knappes Jahr dauert, ein Flüssigkeits-Raketentriebwerk bauen und umfangreiche medizinische und biologische Erfahrung einbringen. Die russische Variante der Marsreise sehe vor, einen Frachter sowie ein bemanntes Raumschiff mit sechs Kosmonauten zum Roten Planeten zu schicken. Eine Hälfte des Teams soll in der Umlaufbahn, die drei übrigen Crewmitglieder sollen mit einem 3,5 Tonnen schweren Marsmobil auf dem Planeten landen.

          Weitere Themen

          Kontaktloses Einkaufen per Roboter Video-Seite öffnen

          Helfer in der Quarantäne : Kontaktloses Einkaufen per Roboter

          Im indischen Coimbatore hat ein junger Mann eine Erfindung gemacht, die helfen könnte, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Bis zu 30 Kilogramm kann der kleine Roboter tragen und so viele Besorgungen ferngesteuert übernehmen.

          Topmeldungen

          Kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Premierminister Boris Johnson.

          Skandal um Chefberater : Weitere Kritik an Johnson

          Nachdem er seinen Chefberater trotz Lockdown-Verstöße verteidigt hatte, richtet sich die öffentliche Wut nun gegen Boris Johnson selbst. Der britische Premier versucht die Affäre möglichst klein zu reden.
          Bei „Anne Will“ diskutierten die Studiogäste über eine hochspannende Frage: Wie sollen die milliardenschweren Finanzspritzen investiert werden?

          TV-Kritik „Anne Will“ : Wohin mit dem ganzen Geld?

          Anne Will wollte von ihren Gästen wissen, ob die Milliarden gegen die Corona-Krise richtig investiert werden. Hätte sie in der Sendung ein Phrasenschwein aufgestellt – die Rettungspakete wären gegenfinanziert.
          Viel Wald, weniger Kompromisse? Homberg im Norden Hessens

          Zukunft des Coworking : Talente, kommt aufs Land!

          Die Krise lässt bei vielen Städtern den Wunsch reifen, ins Grüne zu ziehen, wo alles friedlicher scheint. Im hessischen Homberg kann man es kaum erwarten, dass die „Pioniere“ kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.