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Psychologisches Gutachten : Breivik für unzurechnungsfähig erklärt

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Der Psychater Torgeir Husby übergibt das Gutachten Breiviks an das zuständige Gericht Bild: dpa

Der Norweger Anders Behring Breivik kommt für die Ermordung von 77 Menschen wahrscheinlich nicht in Haft, sondern in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung. Laut psychologischen Gutachtern sei Breivik bei seiner Tat nicht zurechnungsfähig gewesen.

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          Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik ist laut psychologischen Gutachtern bei seiner Tat nicht zurechnungsfähig gewesen. Die Hauptaussage der Gutachten wurde von der Staatsanwaltschaft in Oslo bestätigt.

          Die Experten erklären in ihrem soeben von der Staatsanwaltschaft Oslo in Auszügen veröffentlichten Gutachten, dass Behring Breivik an einer paranoiden Schizophrenie leide. Schließt sich das zuständige Gericht der Auffassung der Psychiater an, kann Breivik nicht verurteilt, sondern nur per Beschluss auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden. Der Beginn des Gerichtsprozesses ist für den 16. April 2012 geplant.

          Auf der Insel Utøya und in Oslo brachte Attentäter Anders Breivik 77 Menschen um Bilderstrecke

          Behring Breivik hatte am 22. Juli zunächst im Regierungsviertel von Oslo eine Autobombe gezündet und damit acht Menschen getötet. Anschließend erschoss er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer. Er wurde am selben Tag festgenommen und sitzt seither in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Oslo in bereits mehrfach verlängerter Untersuchungshaft.

          Als Motiv für seine Taten gab der Rechtsextremist an, gegen den Multikulturalismus in Norwegen zu kämpfen. Der Prozess gegen Behring Breivik sollte am 16. April beginnen. Zuvor sollten jedoch zwei Psychiater bis Ende November seine Zurechnungsfähigkeit untersuchen.

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