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Proteste in Brasilien : Demonstranten demolieren Luxusautos in WM-Stadt

  • Aktualisiert am

Mit einem Feuerlöscher schlägt ein Demonstrant in São Paolo die Scheibe eines Autos ein Bild: REUTERS

Nach dem WM-Spiel zwischen England und Uruguay ist es in São Paulo zu Ausschreitungen gekommen. Randalierer verwüsteten ein Autohaus und zündeten Müll auf den Straßen an. Die Polizei setzte Tränengas ein.

          Im Stadion von São Paulo spielte Uruguay gegen England,  auf den Straßen randalierten Demonstranten: Maskierte Protestteilnehmer haben in der Nacht auf Mittwoch wieder mal für Unruhe gesorgt, Schaufenster an Bankfilialen und an einem Autohaus wurden eingeworfen. Zahlreiche Luxusautos wurden demoliert: Die Randalierer nutzten unter anderem Feuerlöscher, um die Scheiben der Fahrzeuge einzuschlagen. Teile der Protestgruppe hatten zunächst versucht, ihre Mitdemonstranten von den Verwüstungen abzuhalten. Am Ende setzten sich die Krawallmacher allerdings durch.

          Es kam zu Konfrontationen mit der Polizei. Die Maskierten schossen Feuerwerkskörper auf die staatlichen Einsatzkräfte. Sie rissen zudem Mülleimer aus den Verankerungen und zündeten den Müll auf der Straße an. Die Polizei setzte im Gegenzug Tränengas gegen die vermummten Demonstranten ein, die dem sogenannten Schwarzen Block zugerechnet werden. Über mögliche Verletzte oder Festnahmen gab es zunächst keine Angaben.

          Demonstranten fordern kostenlose Tickets für Bus und Bahn

          Hunderte Demonstranten hatten zuvor an einem Protestmarsch teilgenommen, um kostenlose Fahrtickets für öffentliche Busse und Bahnen zu fordern. Sie blockierten zeitweise die zentrale Einkaufs- und Bankenmeile Avenida Paulista.

          Mit den Demonstrationen der Bewegung hatten im vergangenen Jahr die Massenproteste während des Confederations Cups begonnen. Hunderttausende Menschen hatten damals in Brasilien gegen Korruption, Misswirtschaft, Mängel in Bildungs- und Gesundheitswesen und die Milliarden-Kosten für die WM protestiert. Zahlreiche Städte hatten daraufhin eine geplante Erhöhung der Ticketpreise in Bussen und Bahnen zurückgenommen, was von den Demonstranten als zentraler Erfolg gefeiert wurde. Seitdem sind die Fahrpreise aber sukzessive wieder angehoben worden.

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