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Post : Verschwundene Briefe: Millionenstrafe für Royal Mail

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Ob der Brief mit der Strafandrohung wohl ankommt? Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Mehrere Millionen Sendungen wurden 2004 und 2005 bei der britischen Post beschädigt, unbefugt geöffnet oder gestohlen. Andere verschwanden einfach so. Die Royal Mail soll deshalb eine Strafe von umgerechnet 17 Millionen Euro zahlen.

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          Die Königliche Post in Großbritannien soll eine Millionenstrafe für das Verschwinden oder die Beschädigung von Briefen und Paketen zahlen. Insgesamt seien bei der Royal Mail in den Jahren 2004 und 2005 rund 14,6 Millionen Sendungen gestohlen, beschädigt oder unbefugt geöffnet worden oder aus unbekannten Gründen verschwunden.

          Das berichtete am Freitag der Sender BBC. Die staatliche Postaufsichtsbehörde Postcomm verhängte eine Strafe von 11,7 Millionen Pfund - umgerechnet rund 17 Millionen Euro. Es wäre die höchste Geldstrafe in der Geschichte der Royal Mail, die erst am 1. Januar dieses Jahres ihr 350 Jahre bestehendes Monopol auf dem britischen Briefmarkt verloren hat.

          Kontrollen gefordert

          „Die Kunden haben das Recht zu erwarten, daß die von ihnen abgeschickte Post ihr Ziel auch erreicht“, sagte der Postcomm-Vorsitzende Nigel Stapleton. Die Royal Mail müsse Kontrollen einrichten, um die ihr anvertrauten Sendungen effektiv zu schützen. Die Royal Mail hat jetzt 28 Tage Zeit, gegen die Strafe Einspruch zu erheben. Möglicherweise, so spotteten britische Kommentatoren, werde der entsprechende Brief aber gar nicht bei der Aufsichtsbehörde ankommen.

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