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Popmusik : Wieder Sieg für Siegel

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Küsschen für die Siegerin: Produzent Ralph Siegel und Corinna May Bild:

Corinna May, Schützling von Erfolgskomponist Ralph Siegel, darf beim Grand-Prix endlich für Deutschland singen.

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          Corinna May, Schützling von Erfolgskomponist Ralph Siegel, darf beim Grand-Prix endlich für Deutschland singen.

          Die blinde Künstlerin wird die Bundesrepublik beim Grand Prix Eurovision am 25. Mai in der estnischen Hauptstadt Tallinn vertreten. Bei ihrer dritten Teilnahme an der Vorausscheidung zum europäischen Schlagerfestival setzte sich die Bremerin am Freitagabend mit dem Song „I Can't Live Without Music“ gegen 14 Konkurrenten durch.

          „Danke, Deutschland“, rief Corinna May nach ihrem Triumph in der Kieler Ostseehalle überglücklich. Auf Platz zwei kam die Gospel-Sängerin Joy Fleming, gefolgt von der christlichen Band Normal Generation?.

          Verspäteter Triumph für May

          In einer Telefonabstimmung votierten in der Endrunde 41,1 Prozent der Fernsehzuschauer für May, 32,5 Prozent für Fleming und 26,4 Prozent für Normal Generation?. Überraschend war die populäre Teenie-Band Kelly Family schon in der Vorrunde ausgeschieden, ebenso wie die Schlager-Altstars Nino de Angelo, Bernhard Brink und Ireen Sheer. Corinna May erklärte, ihr gehe es „saugut“. „Ich bin Sängerin mit Leib und Seele“, betonte sie.

          Für die Bremerin, die erneut vom erfolgreichsten deutschen Grand-Prix-Duo Ralph Siegel (Musik) und Bernd Meinunger (Text) ins Rennen geschickt wurde, war es ein verspäteter Triumph: Schon 1999 hatte die Bremerin die deutsche Vorausscheidung gewonnen. Doch die Jury disqualifizierte sie nachträglich, weil ihr Song „Hör den Kindern einfach zu“ schon einmal von einer anderen Gruppe auf CD veröffentlicht worden war. Ein Jahr später wurde sie mit „I believe in God“ Zweite hinter Stefan Raab.

          Knapp 1,4 Millionen Anrufe gingen während der Live-Übertragung ein. Dabei gab es, wie auch in den vorherigen Jahren, Beschwerden zahlreicher Zuschauer, die nicht durchkamen. Die Vorentscheidung zeichnete sich nicht wie in den vergangenen Jahren durch besonders schräge Beiträge aus. Nur das hessische Comedy-Duo Mundstuhl und die Cottbuser Punk-Band SPN-X provozierten mit ihren Stücken „Fleisch“ und „Bravo Punk“ - wenn auch nur ein bisschen.

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