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Protest gegen Leerstand : Polizei räumt besetztes Haus in Berlin

  • Aktualisiert am

Unterstützer der Hausbesetzer vor dem Gebäude in Berlin-Moabit. Bild: dpa

Die Berliner Hausbesetzerszene bleibt aktiv. In den Stadtteilen Moabit und Kreuzberg gab es am Samstag Aktionen, die von der Polizei beendet wurden.

          Die Berliner Polizei hat am Samstagabend ein besetztes Haus im Stadtteil Moabit geräumt. Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben aus dem Gebäude in der Berlichingenstraße geholt. Eine genaue Zahl nannte ein Sprecher nicht. Der Einsatz sei weitgehend störungsfrei verlaufen, sagte er.

          Dutzende Sympathisanten hatten sich vor dem derzeit ungenutzten Haus versammelt. Sie skandierten Parolen gegen Mietwucher, Leerstand und gegen die Polizei. Die Besetzer wurden offenbar durch einen Hintereingang nach draußen gebracht. Im Anschluss sollten sie erkennungsdienstlich behandelt werden und, wenn nichts gegen sie vorliege, auf freien Fuß gesetzt werden, sagte der Polizeisprecher. Der Eigentümer oder ein Bevollmächtigter hatte die Polizei ersucht, zu räumen.

          Einsatz auch in Kreuzberg

          Die Polizei war wegen Aktionen in der Hausbesetzer-Szene am Samstagnachmittag mit circa 180 Einsatzkräften ausgerückt. Auch in Kreuzberg waren Aktivisten in Aktion. Als die Polizei ein Haus in der Skalitzer Straße erreichte, hatten die Besetzer dort ungenutzte Räume aber bereits wieder verlassen.

          Für dieses Gebäude konnte offenbar zunächst kein Eigentümer ausgemacht werden. Die Initiative #Besetzen demonstrierte dort nach eigenen Angaben gegen die Umfunktionierung leerstehender Räume zu Ferienwohnungen. „Wir wollen nicht weiter zusehen, wie Menschen auf der Straße oder in Unterkünften in furchtbaren Verhältnissen leben müssen, während weiterhin Häuser leer stehen“, hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite der Initiative.

          Auf Twitter teilte die Initiative in der Nacht mit, alle „Gefangenen“ seien von der Polizei wieder entlassen worden.

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