https://www.faz.net/-gum-8nfc8

Genfer Schmuck-Auktion : Seltener Diamant für mehr als 16 Millionen Euro versteigert

  • Aktualisiert am

Der seltene Diamant mit der begehrten Farbe „Fancy Vivid Pink“ mit 9,14 Karat Bild: dpa

Bunte Diamanten sind durch ihr seltenes Vorkommen unter Superreichen beliebt. Nun hat einer dieser Steine für mehr als 16 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Das Geschäft boomt.

          Es dauerte gerade mal 3,5 Minuten. Dann hat sich ein anonymer Bieter per Telefon gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt und sich für 16,9 Millionen Euro (18,1 Millionen Franken) einen der weltweit spektakulärsten rosafarbenen Diamanten gesichert. Dies teilte das Auktionshaus Christie's in Genf mit, wo das Juwel am Dienstagabend unter den Hammer kam.

          Das 9,14 Karat schwere Prunkstück ist das zweitgrößte seiner Form und Farbe und hat in diesen Kategorien den zweithöchsten Preis überhaupt in einer Auktion erreicht. Der größte und 15,38 Karat schwere rosa Diamant kam im Mai dieses Jahres in Genf beim Aktionshaus Sotherby's unter den Hammer. Er erzielte einen Rekordpreis von umgerechnet 26,6 Millionen Euro.

          Unter Milliardären ist die Nachfrage nach farbigen Diamanten in den letzten Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig seien große bunte und daher besonders teure Edelsteine immer seltener im Angebot, sagte Christie's-Sprecherin Alexandra Kindermann.

          Immer weniger Mienen, die Diamanten produzieren können

          Das treibe die Preise in die Höhe und vergrößert den Wert der Steine als alternative Vermögensanlage, sagt sie. Das Geschäft boomt. „Es gibt immer weniger Minen, die wertvolle Diamanten produzieren können“, sagte sie. „Daher werden solche Juwelen immer wertvoller.“

          Der am Dienstag versteigerte rosa Diamant hat die seltenste und unter Superreichen gefragteste Farbausprägung „Fancy Vivid“, die nach Angaben des Auktionshauses nur ein Prozent aller Diamanten weltweit besitzen. Das Prunkstück ist in Birnenform geschliffen. Schmuckstücke in dieser Form werden in Fachkreisen wegen ihrer außerordentlichen Klarheit und reinen Struktur geschätzt, da sie so das Licht am besten reflektieren.

          Der Vorbesitzer des rosa Edelsteins bleibt anonym. Die Herkunft des Juwels ist laut Christie's unbekannt. Am Mittwochabend hofft Christie's Konkurrent Sotheby's einen blauen „Fancy Vivid“ Diamanten für einen noch höheren Preis als den heute versteigerten rosafarbenen zu versteigen - für umgerechnet 23,2 Mio Euro.

          Weitere Themen

          Ein Kampf um jede Stunde

          Tödliche Infektion : Ein Kampf um jede Stunde

          An einer Sepsis sterben jedes Jahr zehntausende Menschen. Fachleute kritisieren, dass es in Deutschland noch keine nationale Strategie gibt, um mehr Menschen retten zu können.

          Liegestütze-Weltrekord auf zwei Fingern Video-Seite öffnen

          Georgien : Liegestütze-Weltrekord auf zwei Fingern

          Den Weltrekord, 59 Daumen-Liegestütze in knapp 47 Sekunden, hat Irakli Vekua am Sonntag im georgischen Tiflis aufgestellt. Der bisherige Guinness-Weltrekord in dieser Kategorie liegt bei 43 Liegestützen.

          Topmeldungen

          2007 sitzt Kanzlerin Angela Merkel von dem Eqi Gletscher in Dänemark – heute ist der Klimawandel eine ihrer größten Herausforderungen. (Archivbild)

          Klimapolitik der CDU : Die größte Baustelle der Merkel-Ära

          Die CDU will endlich den gordischen Klima-Knoten durchschlagen. Es wäre aber schon viel gewonnen, wenn der Preis auf Kohlendioxid nicht so endet wie die Energiewende.

          Brexit-Treffen : Johnson blitzt bei Juncker ab

          Der britische Premierminister Johnson hatte Zuversicht verbreitet, doch seine Gespräche mit Kommissionschef Juncker blieben ohne konkretes Ergebnis. Das erste Treffen zwischen den beiden Politikern findet ein kurioses Ende.
          Samstagabend in Lampedusa: 82 Gerettete wurden an Land gebracht

          Italien und die Seenotrettung : Vorübergehend berechenbar

          Die neue Regierung in Italien dreht im Streit über private Seenotretter bei. Doch das Grundproblem des Dubliner Übereinkommens bleibt bestehen. Regierungschef Conte verlangt Reformen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.