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Entführungs-Alarmknopf : Pilot löst versehentlich Großalarm am Amsterdamer Flughafen aus

  • Aktualisiert am

Über eine Stunde war nicht klar, ob es sich bei dem Vorfall in Amsterdam wirklich um eine Entführung handelte. Bild: Reuters

Aufregung am Amsterdamer Flughafen: Eine Entführung soll stattfinden, heißt es über eine Stunde. Ein Passagier schildert gegenüber der F.A.Z. die Situation an Bord.

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          Es ist kurz vor 20 Uhr, als die erste Meldung bei Twitter über eine Flugzeugentführung am Flughafen Schiphol auftaucht. „Es scheint, dass gerade eine Flugzeugentführung stattfindet“, schreibt ein Nutzer auf dem Dienst. Er wird gefragt, was seine Quelle ist. Niederländische Sicherheitskräfte sind da schon alarmiert. Es heißt zwischenzeitlich, dass drei Personen mit Messern Flugbegleiter bedrohten. Mehr als eine Stunde soll vergehen, bis sich herausstellt, dass es sich um einen falschen Alarm handelt.

          Mit einem versehentlichen Knopfdruck hat der Pilot einen Großeinsatz am Flughafen Schiphol ausgelöst. Die Polizei rückte an. Das Flugzeug blieb auf seiner Position. Ursprünglich hätte es laut flightradar24.com um 19.10 Uhr in Richtung Madrid abheben sollen. Doch die Sicherheitsmaßnahmen ließen einen Start nicht mehr zu.

          Javi, ein spanischer Passagier, erzählt im Gespräch mit der F.A.Z., dass an Bord über 20 Personen waren. Von ihnen war „niemand bewaffnet“. Die Polizei, sagt er weiter, umzingelte zunächst das Flugzeug, als noch nicht klar war, ob von einem oder mehreren Passagieren eine Gefahr ausginge. Als die Sicherheitskräfte das Flugzeug bestiegen, wurde ihm untersagt, zu telefonieren.

          „Es ist nichts passiert, alle Passagiere sind wohlauf und warten darauf, bald fliegen zu können. Wir entschuldigen uns aufrichtig“, schrieb die Airline Air Europa später auf Twitter. Zuvor hatte die Flughafenverwaltung laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP eine „ernste Lage, die große Auswirkungen auf die Bevölkerung haben kann“ gemeldet. Javi, der nach dem Aussteigen telefonieren konnte, sagte, dass der Flug in die spanische Hauptstadt verspätet, aber mit derselben Maschine, stattfände.

          Schiphol gehört zu den wichtigsten europäischen Flughäfen und fertigt pro Jahr mehr als 70 Millionen Passagiere ab. Während des Vorfalls war auf flightradar24.com zu sehen, dass der Flugbetrieb nicht vollständig unterbrochen wurde. Es gab Start und Landungen.

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