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Aachen : Papst Franziskus erhält den Karlspreis

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus während eines Weihnachtsempfangs für Angestellte des Vatikans Bild: Reuters

Das Kuratorium des Aachener Karlspreises würdigt Papst Franziskus für seine „Botschaft der Hoffnung und Ermutigung“. Die Verleihung wird im kommenden Jahr in Rom stattfinden.

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          Papst Franziskus erhält im kommenden Jahr den Aachener Karlspreis. Das teilte das Karlspreisdirektorium am Mittwoch in Aachen mit. In einem Europa, in dem viele Bürger Orientierung suchten, sende er eine Botschaft der Hoffnung und Ermutigung, hieß es zur Begründung. Das Direktorium würdigt den Papst zudem „wegen seiner herausragenden Botschaften und Zeichen, die sein Pontifikat für Frieden und Verständigung, für Barmherzigkeit und Toleranz, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung setzt“. Die Preisverleihung werde im kommenden Jahr in Rom stattfinden; der Termin stehe noch nicht fest.

          Der frühere Erzbischof und Kardinal von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, wurde im März 2013 zum Papst gewählt. Er gab sich in Anlehnung an den „Heiligen der Armen“ den Namen Franziskus. Binnen kürzester Zeit verschaffte er dem Papsttum mit Gesten gegenüber Armen, Kranken und Flüchtlingen einen Popularitätsschub - so etwa beim Besuch der italienischen Insel Lampedusa wenige Monate nach seinem Amtsantritt.

          Der alljährlich in Aachen verliehene Internationale Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten europäischen Ehrungen. Der Preis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Namensgeber ist Kaiser Karl der Große (742-814). Er gilt als erster Einiger Europas und wählte Ende des achten Jahrhunderts Aachen zu seiner Lieblingspfalz.

          Der Karlspreis wird traditionell an Christi Himmelfahrt verliehen. Er ist mit einer symbolischen Summe von 5.000 Euro dotiert. Außer der Urkunde erhalten die Preisträger eine Medaille, die das älteste erhaltene Stadtsiegel Aachens aus dem zwölften Jahrhundert mit Karl dem Großen auf dem Thron zeigt.

          Zu den Preisträgern gehören Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterrand und Helmut Kohl (1988), der Gründer der Ökumenischen Gemeinschaft von Taize, Frere Roger Schutz (1989), Angela Merkel (2008) sowie im vergangenen Jahr EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

          Papst Franziskus erhält die Ehrung im nächsten Jahr. Er ist nicht der erste Papst, der mit dem Preis bedacht wird: Erstmals wurde 2004 ein außerordentlicher Karlspreis verliehen. Er ging an Papst Johannes Paul II. und zeichnete sein Engagement für die Einigung Europas und für den Frieden aus.

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