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Ostern : Ein Fest voller Symbole

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Wo hat er denn die Eier versteckt? Bild: dpa

Kirchgang, Eiersuche, Friedensmarsch und Konsumrausch - Ostern besitzt zahlreiche Facetten. FAZ.NET widmet sich dem Fest in einem Themenpaket.

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          Für Kinder ist es die größte Freude, für die vermeintlichen Osterhasen der größte Stress: Das alljährliche Versteckspiel um die bunt gefärbten Ostereier. Doch wenn die Kinder nicht mehr ganz so klein sind, interessiert sie vielleicht nicht nur die Frage, wo das nächste Ei ist, sondern vielleicht auch: Warum suchen wir überhaupt nach einem Ei? Und warum bringt es ausgerechnet ein Hase?

          Meister Lampe galt schon bei den Römern und Germanen als Symbol der Fruchtbarkeit und Zeugungskraft. Diese Eigenschaften passen auch zum christlichen Fest der Auferstehung und des Lebens. Außerdem hat der Hase keine Augenlider, das heißt, er schläft mit „offenen Augen“ und ist somit ein Bild für Christus, der im Tod das Leben und durch die Auferstehung die Wiedergeburt gebracht hat. Der Osterhasenbrauch entstand erst vor rund 300 Jahren. Im 19. Jahrhundert setzte sich der Glaube an den Hasen als Überbringer der Eier durch.

          Symbol der Fruchtbarkeit

          Dass ausgerechnet Eier versteckt werden, hat historische Gründe. „Dass aus dem scheinbar toten Körper etwas Lebendiges hervorkommt, machte das Ei schon vor Jahrhunderten zum Symbol der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens“, berichtet Ulrich Lota vom Bistum Essen. Bereits im vierten Jahrhundert ist die christliche Eierweihe belegt, auch damals waren die Eier schon bunt bemalt. Heute wird das Ei in vielen kleinen Gemeinden als „Lohnmittel“ benutzt. Weil die Kirchenglocken zwischen Gründonnerstag und der Osternacht schweigen, zieht etwa in der Eifel die Dorfjugend mit Klappern und Rasseln durch den Ort, um so die Gläubigen an die Gottesdienstzeiten zu erinnern. Als Lohn für diese Mühe stehen den Jungen am Ostersamstag Klappereier zu.

          Lamm und Feuer

          Auch das Entzünden des Osterfeuers gehört zu althergebrachten Bräuchen aus vergangenen Jahrhunderten. Richtung und Weite des Feuers sollte den Bauern Auskunft über Wetter der kommenden Monate und damit den Ernteertrag geben. Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Es geht zurück auf das jüdische Ritual, zum Passahfest im Gedenken an Gott ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Mit seinem weißen Fell ist es ein Symbol für Reinheit und friedliche Lebensweise.

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