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Ostermesse : „Wie viel Schmerz ist in der Welt!“

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Benedikt XVI. zelebriert die Ostermesse Bild: AP

Die katastrophale Lage in Darfur, die Kämpfe in Somalia, die Krise in Zimbabwe, der Irak-Krieg: Bei der Ostermesse in Rom hat Papst Benedikt XVI. an das Elend in Afrika und anderswo erinnert. Zeichen der Hoffnung sieht er im Nahen Osten.

          Papst Benedikt XVI. hat bei der Ostermesse in Rom tiefe Sorge über das anhaltende Elend in der Dritten Welt geäußert. Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz verwies er besonders auf die Konflikte in Afrika, etwa auf die „katastrophale und leider unterschätzte humanitäre Situation“ im sudanesischen Darfur, die Kämpfe in Somalia (siehe: Somalia: Sprengfallen nach dem Vorbild von Al Qaida) und die Krise in Zimbabwe. Zugleich erinnerte der deutsche Papst an die „blutigen Gemetzel“ im Irak sowie die zunehmende Unruhe in Afghanistan.

          „Wie viele Verwundungen, wie viel Schmerz ist in der Welt!“, rief Benedikt den Gläubigen zu. „Ich denke an die Plage des Hungers, an die unheilbaren Krankheiten, an den Terrorismus und an die Geiselnahmen, an die tausend Gesichter der - manchmal im Namen der Religion gerechtfertigten - Gewalt, an die Geringschätzung des Lebens und an die Verletzung der Menschenrechte, an die Ausbeutung von Menschen.“ Zur Lage in Nahost meinte der Papst, hier gebe es „Zeichen der Hoffnung im Dialog zwischen Israel und den palästinensischen Autoritäten“.

          Friede und Freude

          Bei strahlendem Sonnenschein waren auch viele Deutsche auf den Peterplatz gekommen. Zum Abschluss erteilte der Papst den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis). Seine Ostergrüße richtete er in 62 Sprachen an die Gläubigen. Auf deutsch sagte er: „Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest. Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch.“

          Petersdom und Petersplatz

          Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte Benedikt XVI. im Petersdom die Osterwache geleitet. Bei der feierlichen Zeremonie wurde in der Vorhalle das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Die Kerze, die die bis dahin im Halbdunkel liegende Basilika erleuchtet, soll die Auferstehung Jesu von den Toten symbolisieren. „Herr, zeige auch heute, dass die Liebe stärker ist als der Hass. Dass sie stärker ist als der Tod“, sagte Benedikt bei der Zeremonie.

          Bei der traditionellen Kreuzweg-Prozession um das römische Kolosseum am Karfreitagabend übernahm Benedikt bei der ersten und letzten Station selbst das Kreuz. Zugleich belebte er bei der Via Crucis wieder eine alte Tradition und legte den Fischerring, das Symbol seiner päpstlichen Macht, zeitweise ab: Die Geste soll die Trauer des Kirchenführers angesichts der Kreuzigung Jesu symbolieren. Inhaltlich prangerte der Vatikan bei der Via Crucis vor allem die Leiden von Frauen an, so wurde etwa an „die gedemütigten und vergewaltigten Frauen“ erinnert.

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