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Orkanartige Böen : Sturmtief „Zeetje“ verursacht Schäden im Norden

  • Aktualisiert am

Feuerwehrleute beseitigen zwei umgefallene Bäume in Hamburg. Bild: dpa

Stürmischer Start ins neue Jahr: „Zeetje“ ist in der Nacht über Norddeutschland hinweggezogen und hat vielerorts Schäden verursacht. In Mecklenburg-Vorpommern ist es zu einer Sturmflut gekommen.

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          Das Sturmtief „Zeetje“ hat die Einsatzkräfte in Teilen Norddeutschlands am Neujahrsabend auf Trab gehalten. In Hamburg musste die Feuerwehr zwei große umgefallene Bäume mit einem Kran von der Straße heben, wie ein Feuerwehrsprecher in der Nacht auf Mittwoch sagte. Die Bäume hatten unter anderem mehrere Autos beschädigt. Zudem holten Einsatzkräfte einen umgekippten Baum aus einer Stromleitung.

          An einem achtstöckigen Haus in der Hafencity musste ein Baugerüst samt Schutzplane durch die Feuerwehr gesichert werden. Insgesamt zählte die Feuerwehr in der Hansestadt über 30 Wettereinsätze bis zum späten Abend.

          Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat ihre erste Sturmflut erlebt. An einigen Küstenorten wie Koserow stieg das Hochwasser am Morgen  um 1,20 Meter über Normal. In Greifswald wurde das Sperrwerk geschlossen, um zu verhindern, das Wasser aus dem Greifswalder Bodden in den Ryck strömt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie prognostizierte bis zum Mittag an der gesamten Küste Wasserstände von 1,20 - 1,50 Meter über Normal. Schäden wurden bislang nicht bekannt. Die Fährverbindungen der Weißen Flotte in Warnemünde – Hohe Düne und die Verbindung zwischen Rügen und Hiddensee wurden wegen des Sturmes zeitweise eingestellt.

          Das Sturmtief „Zeetje“ zieht über Norddeutschland.

          Nach Angaben des Wetterstudios Hiddensee zog „Zeetje“ mit teilweise orkanartigen Böen über Mecklenburg-Vorpommern hinweg. In den frühen Morgenstunden wurden zwei Menschen in Autos bei Unfällen leicht verletzt, als sie auf Landstraßen gegen umgestürzte Bäume fuhren. Sie wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Auf Hiddensee wurden in der Spitze mit 129,6 Kilometer pro Stunde Orkanstärke 12 erreicht. In Heiligendamm wurde eine Stärke 11 bei 111 Kilometer pro Stunde gemessen. Wie Wetterexperte Uwe Ulbrich sagte, soll der Sturm zum Nachmittag auf Stärke 7 bis 8 abschwächen.

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