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Oktoberfest : Der Teuro macht auch vor der Wies'n nicht halt

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Der Spaß wird immer teurer Bild: dpa/lby

Ob wilde Karussells, hübsche Mädchen oder leckeres Bier - auf dem Oktoberfest ist für Jeden was dabei.

          2 Min.

          Mit wieder entdeckten Attraktionen aus dem 19. Jahrhundert und neuen Fahrgeschäften lockt ab Samstag das Münchner Oktoberfest. Zum größten Volksfest der Welt vom 21. September bis zum 6. Oktober erwartet Festleiterin Gabriele Weishäupl mehr als sechs Millionen Besucher. Die reservierbaren Plätze in den Bierzelten sind bereits seit Wochen ausgebucht.

          Viele Wies'n-Schausteller haben ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, die Fremdenverkehrschefin Weishäupl erläuterte. Zu den Neuheiten zählt beispielsweise ein originales Holz-Karussell von 1885. Neu ist zudem ein Geschicklichkeitsparcours namens „Ballermann“ sowie das Hochfahrgeschäft „Freestyle“ mit drehbaren Gondeln.

          Mittags gibt es Rabatt

          Erstmals auf der rund 31 Hektar großen Wies'n ist auch die „Münchner Knödelei“ anzutreffen, die von Semmel- über Leber- bis hin zu Germknödeln bayerische Schmankerl bietet. Auf dem Festgelände nahe des Bahnhofs wird es insgesamt 644 Betrieb geben; davon kommen 79 aus der Gastronomie.

          Spitzenwerte erzielt das 169. Oktoberfest auch erneut beim Bierpreis: Eine Maß Festbier kostet zwischen 6,30 und 6,80 Euro - rund vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wies'n-Chefin Weishäupl wies aber darauf hin, dass manche Zelte zur Mittagszeit bis zu 20 Prozent Preisnachlass böten. Es gibt rund 100.000 Sitzplätze in den 14 Bierzelten auf dem Festgelände.

          "O'zapft is"

          Münchens Oberbürgermeister Christian Ude wird am Samstag um Punkt zwölf Uhr wieder das erste Bierfass anstechen und das Fest mit dem berühmten Ruf „O'zapft is“ eröffnen. Im vergangenen Jahr fiel der traditionelle Anstich wegen der Terroranschläge vom 11. September aus.

          Vorübergehend wurde sogar überlegt, das Oktoberfest wegen der angespannten Sicherheitslage ausfallen zu lassen. Die Besucherzahlen knickten in Folge deutlich auf 5,5 Millionen ein. „Mein Hauptwunsch für die diesjährige Wies'n ist die Rückkehr zur Normalität“, sagte Ude beim Presserundgang.

          352.000 Brathendl, 51.000 Schweinshaxen und 77 Ochsen

          „Entscheidend ist eine friedliche Wies'n, nicht irgendein Umsatzrekord.“ Im vergangenen Jahr sorgte das Oktoberfest laut Fremdenverkehrschefin Weishäupl für einen Umsatz von fast einer Milliarde Euro auf dem Festplatz und in der Stadt. Die Wies'n-Besucher tranken damals 4,9 Millionen Liter Bier und aßen fast 352.000 Brathendl, mehr als 51.000 Schweinshaxen und 77 Ochsen.

          Cannstatter Wasen

          In Stuttgart startet am Samstag Europas zweitgrößtes Volksfest nach der Wies'n, der Cannstatter Wasen. Der Liter Bier kostet 7,20 Euro, das sind 45 Cent mehr als im Vorjahr. Bis zum 6. Oktober sorgen mehr als 360 Betriebe für Unterhaltung. Nach Besucherrückgang im vergangenen Jahr werden diesmal mehr als vier Millionen Gäste erwartet.

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