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Ölteppich im Golf von Mexiko : Absenken der Stahlbetonglocke hat begonnen

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Die Glocke wird ins Wasser gelassen Bild: AP

Eine Stahlbetonglocke soll die Öllecks abdichten, die nach der Explosion der Ölplattform entstanden sind. Die Glocke wurde nun ins Wasser gelassen. In einer Tiefe von mehr als 1500 Metern ist dies noch nie zuvor versucht werden.

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          Vor der Küste von Louisiana hat das Absenken der riesigen Stahlbetonglocke zur Abdichtung der Öllecks im Golf von Mexiko begonnen. Ein Kran hob die Konstruktionen von Bord eines Frachters und ließ sie ins Wasser. Für eine Verzögerung hatten zuvor die Öldämpfe gesorgt, die von der Wasseroberfläche aufsteigen. Ein Funke könne die Öldämpfe entzünden, sagte der Kapitän des Frachters, Demi Shaffer.

          Die Stahlbetonglocke soll über die offene Ölquelle gestülpt werden und so das Leck abdecken. „Wir haben so etwas noch nie gemacht. Das ist sehr komplex und wir können nichts garantieren“, warnte ein Sprecher des Ölkonzerns BP, David Nicholas. Die Anlage soll bis zu 85 Prozent des austretenden Öls auffangen. Die Konstruktion besteht aus einem etwa vier Stockwerke hohen Quader und einer Kuppel, durch die das Öl mit Rohren in einen Tanker an der Wasseroberfläche gesaugt werden soll. Damit könnte am Sonntag begonnen werden.

          Ein ferngesteuerter Unterseeroboter sollte sicherstellen, dass die Glocke die Lecks am Meeresgrund richtig abdeckt. In einer Wassertiefe von mehr als 1.500 Metern ist dies noch nie zuvor versucht werden. Damit das Öl bei Wassertemperaturen um fünf Grad nicht verklumpt, sollten warmes Wasser und Methanol durch das Absaugrohr gepumpt werden.

          Ein Kran hebt die Glocke vom Bord eines Frachters

          Das erste Öl erreicht vorgelagerte Inseln

          Wie dringend die Schließung des Lecks ist, zeigte sich an der Küste von Louisiana, wo das erste Öl am Donnerstag einige vorgelagerte Inseln erreichte. Es wurden mehrere Vögel beobachtet, die in das braune, ölige Wasser tauchten.Nach dem Unglück im Golf von Mexiko wird es in den Vereinigten Staaten mindestens bis zum Ende des Monats keine neuen Genehmigungen für Ölbohrungen vor der Küste geben. Das teilte US-Innenminister Ken Salazar vor dem Krisenzentrum des Ölkonzerns BP in Houston mit. Wann das Moratorium aufgehoben werde, hänge vom Ergebnis der Untersuchung ab. Die Empfehlungen sollen dem amerikanischen Präsident Barack Obama am 28. Mai vorgelegt werden. Bis dahin seien weitere Entscheidungen über Genehmigungen ausgesetzt, erklärte Salazar.

          Aus den Lecks am Meeresgrund sprudeln täglich rund 800.000 Liter Öl, seit am 22. April die von BP genutzte Bohrplattform „Deep Water Horizon“ nach einer Explosion versank. Bei der Explosion kamen elf Arbeiter ums Leben.

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