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Ölpest im Golf von Mexiko : BP stülpt Trichter auf defektes Steigrohr

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Bislang sind die Versuche von BP, den Ölaustritt zu stoppen, allesamt gescheitert Bild: REUTERS

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko sind die Experten offenbar einen Schritt vorangekommen: Roboter stülpten eine trichterförmige Absaug-Vorrichtung über die defekte Steigleitung. Ob die Aktion erfolgreich war, ist jedoch noch unklar.

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          Mit Unterwasser-Robotern hat der Energiekonzern BP am Donnerstag einen Trichter auf die gekappte Steigleitung des leckgeschlagenen Bohrlochs im Golf von Mexiko gestülpt. Nachdem die defekte Leitung zunächst mit Robotern gekappt worden war, soll der Trichter nun das Abpumpen eines Großteils des ausströmenden Öls ermöglichen. Video-Bilder von der Unglücksstelle 1500 Meter unter der Wasseroberfläche zeigten, wie die trichterartige Kappe auf das ausgefranste Ende der Steigleitung gesetzt wurde. Auf den Bildern traten Gas und Öl vorerst weiter in großen Mengen aus der Leitung aus, ob der Trichter richtig sitzt, konnte daher nicht unmittelbar beurteilt werden. Eine Stellungnahme von BP war zunächst nicht zu bekommen.

          Die Ingenieure von BP hatten bereits eingeräumt, dass der Trichter keine perfekte Lösung sei und weiterhin Öl austreten werde. Das Leck war durch eine Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April entstanden. Die Insel sank zwei Tage später und zerstörte die Rohr- und Pumpanlage am Meeresgrund. Seither strömten schon mindestens 75 Millionen Liter Öl aus.

          Vor dem Kappen der Steigleitung war bereits erfolglos versucht worden, eine riesige Kuppel über das gesamte Leck zu stülpen, diese wurde aber von Eiskristallen überkrustet. Auch das Pumpen von Schlamm in die defekte Anlage brachte die Quelle nicht zum Versiegen. Neben diesen Rettungsversuchen wird bereits seit Ende April an einer Entlastungsbohrung gearbeitet, die den Druck aus der defekten Leitung nehmen und so die Quelle zum Versiegen bringen soll.

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