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Golf von Mexiko : Obama optimistisch im Kampf gegen Ölpest

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Machte den Fischern in Theodore (Alabama) Mut: Präsident Barack Obama Bild: dpa

Bis zu 380 Millionen Liter Öl sind bislang in den Golf von Mexiko geflossen - trotzdem macht der amerikanische Präsident den Menschen Mut: Die Region werde am Ende besser dastehen als vor der Ölpest, sagte Obama bei einem Besuch in Alabama. An diesem Dienstag will er sich in einer Rede an die Nation wenden.

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          Rund acht Wochen nach Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko hat sich der amerikanische Präsident Barack Obama optimistisch über die Bewältigung der Krise gezeigt. „Ich bin überzeugt, dass wir die Golfküste in einem besseren Zustand hinterlassen werden als vorher, sagte er am Montag (Ortszeit) in Theodore im Staat Alabama. Der Kampf gegen die „größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes“ sei zwar schwierig und langwierig. Aber die Regierung setze jedes verfügbare Mittel ein, die Schäden zu verringern und zu beseitigen.

          Obama besuchte die Staaten Mississippi, Alabama und Florida. An diesem Dienstag will er seine vierte Reise ins Krisengebiet fortsetzen. Die zweitägige Tour dient für den Präsidenten auch zur Vorbereitung auf das entscheidende Kräftemessen mit BP am Mittwoch im Weißen Haus. Er wird dann mit dem BP-Aufsichtsratsvorsitzenden Carl-Henric Svanberg über die Schadensersatz-Verpflichtungen des britischen Konzerns reden.

          Obama sagte, er sammele in Gesprächen mit Geschädigten „Fakten und Geschichten“, mit denen die Regierung BP konfrontieren wolle. Der Präsident forderte vom britischen Energieriesen die Zusicherung, rechtmäßige Ansprüche auch über die kommenden Jahre „angemessen, gerecht und zügig“ zu begleichen. Die Verhandlungen mit dem Konzern über einen „Abwicklungsprozess“ seien konstruktiv angelaufen und er hoffe, dass sie bis Mittwoch deutliche Fortschritte machen.

          Unermesslicher Schaden für die Natur: ölverschmierte Vögel in Grand Isle, Louisiana

          Medien: Treuhandfonds für Ölschäden

          Laut amerikanischen Medien sollen die Zahlungen aus einem unabhängig verwalteten Treuhandfonds kommen, in den BP einzahlen soll. Diesen Plan wolle Obama am Dienstag in einer Rede an die Nation vorstellen. Der Konzern habe derweil auf Druck der Regierung seine Pläne zum Eindämmen des sprudelnden Öls deutlich verbessert, sagte Obama. BP wolle nun bis Ende Juni die Menge des Öls, das aus der defekten Quelle aufgefangen wird, auf täglich 6800 Tonnen ausweiten - zwei Wochen früher als geplant. Derzeit leitet BP 2100 Tonnen über einen Auffangbehälter auf ein Schiff. Das ist nach offiziellen Schätzungen ein Bruchteil dessen, was aus dem Bohrloch austritt. Der Konzern bereite sich zudem besser auf Stürme und andere unvorhersehbare Probleme vor.

          Obama betonte, dass die Regierung weiterhin „BP und alle verantwortlichen Parteien“ für die Katastrophe haftbar mache. Nach einer Teiletappe seiner Reise äußerte er sich zuversichtlich über den Zustand der Strände in der Golfregion. Sehr viele seien nicht verschmutzt, andere würden schnell gereinigt. Die Bevölkerung helfe der Region am besten, wenn sie dort Urlaub mache. „Es gibt immer noch viele Möglichkeiten für Touristen hier“, sagte er. Auch die verkauften Fische und Meeresfrüchte aus der Region seien von dem Öl nicht beeinträchtigt. Die Regierung verdoppele die Inspektionen, damit das so bleibe, sagte Obama. Große Sorgen mache er sich allerdings um das Marschland und die Feuchtgebiete. Ein ganzes Ökosystem laufe Gefahr, auf sehr lange Zeit zerstört zu werden.

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