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Golf von Mexiko : Bis Mitte August soll Bohrloch verschlossen sein

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BP hofft das Bohrloch bis Mitte August vollkommen versiegelt zu haben Bild: dpa

Der endgültige Verschluss der lecken Ölquelle im Golf von Mexiko soll nach den Plänen der amerikanischen Behörden nächste Woche beginnen. Der Konzern BP geht weiterhin davon aus, dass die Versiegelung des Bohrlochs Mitte August abgeschlossen ist.

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          Mehr als drei Monate nach Beginn des Öl-Dramas wird das Leck im Golf von Mexiko endgültig versiegelt. Geht alles nach Plan, soll nach Angaben von BP damit am 2. August begonnen werden.
          Zunächst wird Schlamm und Zement von oben in das Bohrloch am Meeresgrund gepumpt. Später ist eine ähnliche Prozedur quasi von unten an der Quelle vorgesehen.

          Doch Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, warnt: Die Säuberung der verschmutzen amerikanischen Küste wird weitaus länger dauern. Auch wenn das Leck endgültig geschlossen ist, müsse man noch Wochen damit rechnen, dass Öl an die Küsten geschwemmt wird.

          Seit knapp zwei Wochen fließt kein Öl mehr ins Meer

          Nach Angaben der Regierung sind unterdessen über 1000 Kilometer Küste in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida verseucht. Insgesamt sprudelten seit dem Untergang der BP- Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April nach amerikanischen Schätzungen bis zu 700 000 Tonnen Öl ins Meer.

          Bereits vor knapp zwei Wochen wurde das ramponierte Bohrloch gut 60 Kilometer vor der Küste Louisianas mit einem meterhohen Zylinder provisorisch verschlossen. Seitdem fließt kein Öl mehr ins Meer.

          Der „Static Kill“ und „Bottom Kill“ sollen das Leck entgültig verschließen

          Bei dem am 2. August geplanten Manöver, das Experten „Static Kill“ nennen, sollen nach den Worten Allens Schlamm und Zement von oben so tief wie möglich in das Bohrloch gepresst werden. Der sogenannte „Bottom Kill“ sei fünf Tage danach geplant. Dabei soll Zement in die Quelle gepumpt werden. Bereits seit längerem werden dazu zwei Entlastungsbohrungen vorangetrieben.

          „Wir werden solange keinen Sieg verkünden, bis diese Quelle versiegelt ist“, meint Allen. Der Ölteppich auf dem Meer wird unterdessen kleiner. „Es ist inzwischen eine Herausforderung, das Öl zu finden“, erklärt Allen. Das Öl sei abgepumpt oder verbrannt worden.

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