https://www.faz.net/-gum-6kakv

Nordspanien : Quesero, der Käsige, springt auf die Tribüne

  • -Aktualisiert am

Rette sich, wer kann Bild: AFP

Ein wildgewordener Stier hat die Tribüne einer Stierkampfarena in Nordspanien gestürmt und 40 Zuschauer verletzt. In zwei Anläufgen gelang es dem Tier, sein Gewicht von 500 Kilogramm über die Balustrade zu wuchten.

          1 Min.

          Mit zwei großen Sätzen über zwei Barrieren sprang ein Kampfstier aus der Arena in die Zuschauerränge und verletzte vierzig Personen (siehe: Video: Stier springt auf Zuschauertribüne). Dann erst gelang es einem früheren Torero und einigen Beherzten in der allgemeinen Panik, das wütende Tier mit einem Seil zu bändigen und es mit einem Dolchstoß in den Nacken zu töten. Der Vorfall ereignete sich in der nordspanischen Stadt Tafalla vor einem Stierkampf. Das Tier spießte einen 47 Jahre alten Mann mit einem Hornstoß in den Rücken auf; auch ein zehnjähriger Junge zählt zu den Schwerverletzten und war am Donnerstag noch im Krankenhaus. Er war von Fliehenden in einen Sitz gedrückt worden und erlitt schwere innere Verletzungen. Die meisten Verletzten konnten nach erster Hilfe die Arena verlassen.

          Die Regionalregierung erklärte, unter den Zuschauern seien viele junge Leute gewesen, denen es gelungen sei, sich schnell vor dem Stier in Sicherheit zu bringen. So sei eine größere Zahl von Verletzten vermieden worden. Bei der Veranstaltung in Tafalla, etwa 35 Kilometer südlich von Pamplona, versuchen die Teilnehmer, den Bullen dazu zu bewegen, auf sie loszugehen. Sie weichen dem Stier dann möglichst elegant aus. Im Gegensatz zum normalen Stierkampf werden die Tiere bei diesen Veranstaltungen im Anschluss nicht getötet.

          Der Stier nimmt Anlauf und springt über die Ballustrade

          Weitere Themen

          Wer darf leben? Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Woche : Wer darf leben?

          Das Coronavirus stellt die Medizin vor ein ethisches Dilemma. Was passiert, wenn wir mehr Patienten als Intensivbetten haben? Finden Sie es heraus in der neuen Ausgabe der F.A.Z. Woche.

          Topmeldungen

          Bald alleine? Jörg Meuthen

          AfD in der Krise : Dann lieber ohne Meuthen

          Der eine Parteivorsitzende ist einmal ehrlich, der andere ist von ihm menschlich enttäuscht: Die AfD-Führung kämpft lieber gegeneinander als gegen die Pandemie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.