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Wind nimmt ab : Viel Schnee, aber wenig Sonne

  • Aktualisiert am

Am Wochenende soll es in Deutschland wieder schneien, die Skifreunde wird es freuen. Ob es jedoch so gut wird wie auf unserem Bild aus Kalifornien, bleibt abzuwarten. Bild: dpa

Sturmtief „Egon“ bleibt Wintersportlern in schlechter Erinnerung. Orkanböen, umgestürzte Bäume, gesperrte Liftanlagen - Pistenspaß hört sich anders an. Aber zum Wochenende sieht es besser aus. Und neuen Schnee gibt es auch.

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          Nachdem Sturmtief „Egon“ am Freitag den Liftbetrieb und den Straßenverkehr teilweise lahmgelegt hatte, stehen die Chancen auf Pistenspaß in vielen Wintersportregionen am Wochenende deutlich besser.

          So schätzt das auch der Verband Deutscher Seilbahnen in München ein: „Wir rechnen damit, dass der Wind nachlassen wird. Und dann sollte der Bergbahn- und Skibetrieb in Bayern wieder relativ normal laufen. Die Pisten waren zuletzt ja in einem hervorragenden Zustand“, sagte eine Sprecherin am Freitagnachmittag.

          Allerdings müssen Ski-Tourengeher aufpassen. Oberhalb der Baumgrenze gibt es nach Auskunft des Lawinenwarndiensts Bayern vor allem im kammnahen Steilgelände eine erhebliche Lawinengefahr. Hier könne bereits ein einzelner Skifahrer Schneebrettlawinen auslösen.

          Schnee in BaWü und NRW

          In Baden-Württemberg können Wintersportler im Schwarzwald am Wochenende mit ordentlichen Bedingungen rechnen. Nur auf Sonnenschein werden Alpinskifahrer, Langläufer oder Rodler weitgehend verzichten müssen. Stattdessen soll es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes immer wieder schneien. Am Feldberg waren am Freitag 15 Lifte von 38 Liften in Betrieb und 9 von 23 Loipen gespurt. Die Schneehöhen reichten von 12 Zentimetern auf 950 Metern Höhe bis zu 30 Zentimetern auf 1450 Meter Höhe.

          Wenn der stürmische Wind nachlasse, könnten am Wochenende mehr Lifte ihren Betrieb aufnehmen, sagte Carolin Kunzmann vom Liftverbund Feldberg. Auch die Schneeverhältnisse sollen sich weiter verbessern. Die Wintersportbedingungen entlang der Schwarzwaldhochstraße im Nordteil des Mittelgebirges haben sich durch zwischenzeitliche Regenfälle etwas verschlechtert. Wer mit dem Auto in den Hochschwarzwald fahren möchte, braucht in jedem Fall Winterausrüstung.

          Eine beachtliche Naturschneedecke gibt es auch in den Wintersportgebieten in Nordrhein-Westfalen. Der Skizirkus im Sauerland wird am Wochenende mit rund 100 Liften am Start sein, sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena. Nach der Neuauflage von rund 25 Zentimeter Schnee würden auch Lifte in mittleren Lagen laufen, die keine Schneekanonen haben. Langlauf sei auch in mittleren Lagen möglich. Das Skiliftkarussell Winterberg meldete 60 Zentimeter Schnee, das Skigebiet Ruhrquelle nordöstlich von Winterberg sogar 80 Zentimeter. Dieses Mal bekam auch die Eifel eine satte Portion ab. Im Wintersportzentrum Monschau-Rohren soll zum ersten Mal in der Saison am Wochenende ein kleiner Skilift laufen.

          Gesperrte Landstraße bei Lauterbach in Sachsen: Zu viel Schnee ist auch nicht gut.

          Im Harz stimmt die Schneehöhe zwar für Wintersport, am Freitagnachmittag haben aber gesperrte Zufahrtswege zu vielen Orten den Weg in das Wochenendvergnügen noch behindert. „Wir haben eine recht schwierige Wetterlage“, sagte eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes in Goslar. „Wir können noch nicht sagen: Kommt alle in den Harz. Aber das kann sich stündlich ändern.“ Zuletzt habe es 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Auf dem Wurmberg etwa lagen 60 Zentimeter, in Schierke 45 Zentimeter. „Die Loipen sind zum Teil gespurt, einige müssen wieder neu gespurt werden, weil sie zugeschneit sind.“

          Im Thüringer Wald war am Freitag trotz großer Schneemengen kaum an Wintersport zu denken. Laut dem Regionalverbund Thüringer Wald fielen in den Kammlagen bis zu einen halben Meter Neuschnee. Bei Schneesturm mit zum Teil Orkanböhen hatte es viele Loipen verweht. Obwohl sechs Lifte etwa in Steinach und Masserberg geöffnet hatten, verirrten sich nur wenige Wintersportler dorthin.

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