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Nobelpreis : Physik-Nobelpreis geht an Deutschen und zwei Amerikaner

  • Aktualisiert am

Wolfgang Ketterle Bild: dpa

Für die Erforschung des Bose-Einstein-Kondensats erhalten drei Physiker den Nobelpreis 2001.

          1 Min.

          Mit Eric Cornell vom National Institute of Standards an Technology in Boulder, Carl Wieman von der University of Colorado und Wolfgang Ketterle vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge erhalten zwei Amerikaner und ein gebürtiger Deutscher den Physik-Nobelpreis 2001. Die Auszeichnung bekommen sie für eine Entdeckung aus dem Jahr 1995. Damals erzeugten sie den theoretisch schon in den zwanziger Jahren vorhergesagten Materiezustand Bose-Einstein-Kondensat - ein zusätzlicher, bisher wohl nur im Labor anzutreffender Aggregatzustand zu den altbekannten „fest“, „flüssig“, „gasförmig“ und „Plasma“.

          Unabhängig voneinander haben die beiden Amerikaner und Ketterle mit diesem Zustand experimentiert, der bei kleinsten Temperaturen von einigen Nanokelvin entsteht, das ist der Zehnmillionste Teil eines Grades. Dass ein solcher Zustand existiert, in dem die Atome plötzlich einen einzigen Energiezustand annehmen, hatten der indische Physiker Satyendra Nath Bose und Albert Einstein 1924 berechnet. Doch lange hatten die technischen Möglichkeiten gefehlt, die Temperatur ausreichend zu drosseln.

          Präzisionsmessung und Nanotechnologie

          Die Entdeckungen könnte eine neue Art der Kontrolle über Materie ermöglichen. Mit dem Wissen, dass die Atome in dem Kondensat eine absolut identische Energie besitzen, könnten neue Wege in der Nanotechnologie und der Präzisionsmessung entstehen.

          Die Messungen von Cornell und Wieman

          Wolfgang Ketterle wurde 1957 in Heidelberg geboren, promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Er lebt in den Vereinigten Staaten und arbeitet als Professor am MIT in Cambridge.

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