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World Trade Center : Die Retter des 11. September werden krank

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Staub, Dreck und giftige Dämpfe haben viele Helfer krank gemacht Bild: AP

Viele Feuerwehrleute und Aufräumarbeiter wurden nach dem Einsatz am 11. September krank. Jetzt sucht New York einen Schuldigen.

          1 Min.

          Die Schlangen vor der mobilen Klinik direkt neben Ground Zero werden länger. Hunderte von ausländischen Hilfsarbeitern waren Monate lang gefährlichen Gasen und Materialien ausgesetzt - meist ohne die nötigen Atemschutzgeräte.

          Nach Angaben der "New York Daily News" waren die meisten von ihnen illegal und ohne Krankenversicherung beschäftigt. Die Menschen leiden an Asthma, chronischem Husten und Staublungen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft untersucht momentan, inwieweit die Baufirmen gegen das Gesetz verstoßen haben. Auch New Yorker Feuerwehrleute haben unter den Spätfolgen des Einsatzes zu leiden. Beim Zusammenbruch der Türme wurden laut Experten Gifte wie Asbest, Benzole und Dioxine frei. Ein größeres Problem sei aber die Mischung aus Mineralstaub, pulverisiertem Glas und Glasfasern, der die Einsatzkräfte tagelang ausgesetzt waren. Diese können lebenslange Beschwerden verursachen.

          Verklagen die Feuerwehrleute New York?

          Feuerwehrleute berichten über schweren Husten mit Blut-Auswurf. Viele haben seit dem Einsatz jegliche Ausdauer und Kondition verloren. 30 Retter sind mittlerweile in den krankheitsbedingten Ruhestand getreten, sagte ein Sprecher der New Yorker Feuerwehr. Vielleicht werden die gefeierten Helden bald die Stadt New York verklagen. 700 Beamte haben ihre Gesundheitsbeschwerden bereits bei einem Anwalt aktenkundig gemacht.

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