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Neue Statistik : Berlin meldet die meisten antisemitischen Straftaten

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Die Rabbiner eines jüdischen Bildungszentrums vergangenen Dezember in Berlin vor dem größten Chanukka-Leuchter Europas vor dem Brandenburger Tor. Bild: dpa

80 judenfeindliche Straftaten registrierte die Hauptstadt seit Jahresbeginn. Das sind fast doppelt so viele wie in Bayern, das auf Platz zwei der Bilanz steht.

          Antisemitische Kriminalität ist in Berlin einem Medienbericht zufolge so stark verbreitet wie in keinem anderen Bundesland. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien bereits 80 derartige Straftaten registriert worden, berichtete der „Tagesspiegel“ am Dienstag unter Berufung auf Daten der Polizei. Das seien fast doppelt so viele wie in Bayern, das mit 43 antisemitischen Delikten in der bundesweiten Bilanz auf Platz zwei stehe. Bundesweit registrierte die Polizei demnach im ersten Halbjahr 401 antisemitische Straftaten, darunter zwölf Gewaltdelikte.

          62 der in Berlin registrierten Taten seien nach Erkenntnissen der Polizei von „rechten Antisemiten“ begangen worden, berichtete die Zeitung. Bei acht Delikten seien Tatverdächtige mit „ausländischer Ideologie“ festgestellt worden, womit etwa israelfeindliche Migranten gemeint seien. Bei drei weiteren Taten gehe die Polizei von Tätern mit „religiöser Ideologie“ aus, womit in der Regel Islamisten gemeint seien. Drei Delikte wurden demnach Linken zugeordnet, bei vier Straftaten sei kein ideologisches Milieu zu erkennen gewesen.

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