https://www.faz.net/-gum-olzp

„Netsky.D“ : Warnung vor neuem gefährlichen Computerwurm

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einem neuen gefährlichen Computer-Wurm gewarnt, der in E-Mails als Datei-Anhang verschickt wird.

          Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einem neuen gefährlichen Computer-Wurm gewarnt, der in E-Mails als Datei-Anhang verschickt wird. Es werden dabei E-Mail-Adressen verwendet, die auf einem infizierten Computer gefunden wurden; der eigentliche Absender ist gefälscht, wie das Bundesamt am Montag in Bonn betonte. Betroffen sind den Angaben zufolge alle gängigen Windows-Betriebssysteme.

          „Netsky.D“ sei eine weitere Variante des bereits bekannten Netsky-Wurms. Innerhalb nur weniger Stunden seien offensichtlich bereits Tausende von Rechnern infiziert, wie aus dem Mail-Aufkommen mit diesem Wurm hervorgehe. Aktiviert werde er durch einen Doppelklick auf den Datei-Anhang. Die beigefügte Datei ist laut BSI genau 17.424 Bytes groß und hat immer die Endung „.pif“. Der englische Text der E-Mail laute dabei: „Here is the file.“, „See the attached file for details.“, „Please have a look at the attached file.“, „Please read the attached file.“, „Your document is attached.“ oder „Your file is attached.“

          Der Wurm wird laut

          Neben der Beeinträchtigung des E-Mail-Verkehrs durch massenhafte Versendung macht sich nach den Angaben zunächst am Dienstag am Morgen für eine gewisse Zeit der PC-Lautsprecher mit einem Pieps-Ton bemerkbar. Zusätzlich versuche der Netsky-Wurm bereits auf einem Computer vorhandene Varianten des Mydoom-Wurms zu deaktivieren. Eine deutsche Beschreibung des Wurms ist auf der Internet-Seite des BSI zu finden.

          Am Montag aktualisierte Viren-Schutzprogramme erkennen laut BSI mittlerweile dieses Schadprogramm. Als generellen Hinweis zu solchen E-Mail-Würmern rät das Bundesamt: Bei E-Mail auch von vermeintlich bekannten beziehungsweise vertrauenswürdigen Absendern prüfen, ob der Text der Nachricht auch zum Absender passt (englischer Text von deutschem Partner, zweifelhafter Text oder fehlender Bezug zu konkreten Vorgängen) und ob die Anlage (Attachment) auch erwartet wurde.

          Weitere Themen

          Es wird wieder heiß in Deutschland

          Bis zu 37 Grad : Es wird wieder heiß in Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet in der kommenden Woche mit einer mehrtägigen Hitzeperiode. Es kann bis zu 37 Grad heiß werden – auch „Tropennächte“ sind wahrscheinlich.

          Polizei nimmt Gefährder fest Video-Seite öffnen

          Razzia in Köln : Polizei nimmt Gefährder fest

          Im Fokus der Ermittlungen stand ein Mann aus der Berliner Islamisten-Szene, der erst kürzlich nach Nordrhein-Westfalen übergesiedelt war. Sie gingen davon aus, dass der Mann einen Selbstmordattentat plant.

          „Das ist ein falsches Signal“

          Kritik an Lügde-Urteil : „Das ist ein falsches Signal“

          Die Bewährungsstrafe für einen Mittäter beim Kindesmissbrauch von Lügde stößt auf Widerspruch. Die Staatsanwaltschaft stellt einen Antrag auf Revision. Der nordrhein-westfälische Familienminister sieht eine Lücke im Strafrecht.

          Topmeldungen

          Boris Johnson am Mittwoch in London

          Parlament gegen Johnson : Aufstand gegen den No-Deal-Brexit

          Noch ist Boris Johnson nicht Premierminister. Aber er spielt schon öffentlich mit dem Gedanken an einen Austritt ohne Abkommen. Jetzt reagiert das Parlament – und macht ihm eine solche Lösung durch einen Trick schwerer.
          Außenminister Heiko Mass (links) und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow unterhalten sich vor Beginn des Petersburger Dialogs in Königswinter.

          „Petersburger Dialog“ : Maas nähert sich an – Lawrow teilt aus

          Laut Außenminister Maas könnten die dringenden Fragen der Weltpolitik nur mit Russland angegangen werden. Sein russischer Amtskollege wirft Deutschland hingegen vor, sich an „einer aggressiven antirussischen Politik“ zu beteiligen.

          Verhör von Carola Rackete : „Es sollte um die Sache gehen“

          Die „Sea-Watch“-Kapitänin kritisiert nach ihrer Anhörung den Rummel um ihre Person. Der lenke vom eigentlichen Problem ab: dem Umgang mit den Migranten im Mittelmeer. Doch Racketes Äußerungen zur Seenotrettung sind in Italien umstritten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.