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Aufstieg bei minus 40 Grad : Nepalesische Bergsteiger erreichen erstmals im Winter den Gipfel des K2

  • -Aktualisiert am

Die Nepalesen hatten angekündigt, wenige Meter unterhalb des Gipfels warten zu wollen und dann gemeinsam aufzusteigen und am Gipfel die Hymne ihres Landes zu singen. Bild: EPA

Der K2 ist der zweithöchste Berg der Welt und der höchste Gipfel des Karakorum-Gebirges in Pakistan. Nun ist er zum ersten Mal im Winter bestiegen worden – von Sherpas, die sonst Bergsteigern bei deren Touren helfen.

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          Einem Team von zehn Bergsteigern aus Nepal ist die Wintererstbesteigung des K2 (8611 Meter) gelungen. Am Samstag um 16.58 Uhr hätten Mingma David Sherpa, Mingma Tenzi Sherpa, Geljen Sherpa, Pem Chiri Sherpa, Dawa Temba Sherpa, Mingma Gyalje Sherpa, Dawa Tenjin Sherpa, Kilu Pemba Sherpa und Sona Sherpa gemeinsam mit ihm den Gipfel erreicht, ließ Nirmal Purja in den sozialen Medien mitteilen. Die Nepalesen hatten angekündigt, wenige Meter unterhalb des Gipfels warten zu wollen und dann gemeinsam aufzusteigen und am Gipfel die Hymne ihres Landes zu singen. „Wir geben unser Bestes, um den letzten im Winter noch nicht bestiegenen Achttausender für Nepal zu besteigen“, sagte Mingma Gyalje Sherpa vor der Expedition.

          „Ich bin froh und gratuliere ihnen aufrichtig. Heute haben die Sherpas zu Recht einen wohlverdienten Platz in der Geschichte des Bergsteigens bekommen. Sie haben jahrzehntelang Tausenden Bergsteigern bei deren Aufstiegen geholfen“, teilte Simone Moro mit. Der Italiener hat vier Achttausender erstmals im Winter bestiegen und ist derzeit am Manaslu (8163 Meter) unterwegs.

          Der K2 ist der zweithöchste Berg der Welt und der höchste Gipfel des Karakorum-Gebirges in Pakistan. Erstbestiegen wurde er 1954 von einer italienischen Expedition. Er war der letzte Achttausender, dessen Gipfel im Winter noch nicht erreicht worden war. Am Samstag lag die Temperatur am K2 auf Gipfelniveau bei minus 40 Grad, bei Wind mit 50 bis 60 Kilometer pro Stunde. „Es waren günstige Wetterverhältnisse“, sagte der Innsbrucker Meteorologe Karl Gabl, der mehrere Winterexpeditionen betreut hat. In den nächsten Tagen könne die Windgeschwindigkeit am K2 im Gipfelbereich bis auf 230 Kilometer pro Stunde steigen, so Gabl. Von Mingma Gyalje Sherpa hieß es, er habe beim Aufstieg auf den K2 keinen Flaschensauerstoff benutzt. Ob auch andere Teilnehmer auf Sauerstoffmasken verzichteten, war zunächst nicht bekannt.

          Vor einer Woche hatte es kurzzeitig ausgesehen, als ob die Teams unverrichteter Dinge wieder abreisen müssten. Höhenstürme waren über die Hochlager gefegt, hatten Zelte zerstört und Material, das für den Gipfelgang deponiert worden war, in alle Richtungen zerstreut. Darunter waren Liegematten, Schlafsäcke, Kocher, beheizbare Einlegesohlen für Schuhe und ein Gleitschirm, mit dem Nirmal Purja vom Gipfel starten wollte. „Wenn du deine Grenzen verschiebst, sind Rückschläge unvermeidbar. Sie sollten dich stärker machen“, schrieb Nirmal Purja einen Tag später in den sozialen Medien.

          Überschattet wurde der Gipfelerfolg vom Tod von Sergi Mingote. Der 49 Jahre alte Spanier, der geplant hatte, alle 14 Achttausender innerhalb von 1000 Tagen ohne Flaschensauerstoff besteigen zu wollen – elf hatte er erstiegen, darunter den K2 –, war Co-Leiter der 45 Teilnehmer zählenden kommerziellen K2-Winterexpedition. Am Samstag stürzte Mingote beim Abstieg vom Lager 1 zum vorgeschobenen Basislager offenbar Hunderte Meter tief ab.

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