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Fehlleitung von Navi : Mann fährt mit Auto auf Freilichtbühne

  • Aktualisiert am

Schauspieler und Stuntmen stehen vor einer Probe für das Open-Air-Spektakel der Müritz-Saga auf der Bühne. In Waren wird nach zweijähriger Corona-Unterbrechung das Stück "Des Teufels Schergen" aufgeführt. Bild: dpa

Der Mann wollte eigentlich zu einem Hotel an der Müritz. Stattdessen fuhr er zur Vorstellungszeit auf die nahe gelegene Freilichtbühne. Das Publikum nahm den Abbruch des Stücks mit Humor.

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          Ein durch sein Navigationssystem fehlgeleiteter Autofahrer hat zum Abbruch einer Theater-Vorstellung an der Mecklenburgischen Seenplatte geführt. Der Mann aus Hessen wollte zu einem Hotel in Waren an der Müritz, fuhr aber zur Vorstellungszeit auf die nahe gelegene Freilichtbühne, wie der Intendant der Müritz-Saga, Nils Düwell, am Freitag sagte. „Zum Glück war die Vorstellung gerade wegen eines Regenschauers unterbrochen, so dass niemandem etwas passiert ist.“

          Die sandige Müritz-Saga-Bühne mit Mittelalter-Bauten liegt in einem Bürgerpark, an dem auch Hotels sind. Der Autofahrer war dem Navi gefolgt, schob aber eine Warnbake der Theatermacher beiseite und fuhr mit seinem Wagen statt zum Hotelparkplatz auf das hell erleuchtete Theatergelände.

          „Ich habe ihm gesagt, er solle mit dem Wagen lieber stehenbleiben, doch der Mann fuhr weiter, drehte um und fuhr sich fest“, sagte Düwell. Der Wagen liege mit dem Unterboden auf, eine Abschleppfirma sei nicht mehr zu kriegen gewesen. Die Vorstellung musste dann abgebrochen werden, obwohl der Regen aufgehört hatte. Nun soll das Fahrzeug aus dem Rheingau-Taunus-Kreis am Freitag geborgen werden.

          Die rund 300 Zuschauer nahmen den Vorfall mit Humor, wie Düwell sagte. Sie seien eingeladen, sich das Ende bei nächsten Vorstellungen anzusehen.

          In dem Stück „Des Teufels Schergen“ geht es um die Schrecken, die marodierende Söldner und Räuber im Dreißigjährigen Krieg um 1640 herum in Mecklenburg verbreiten. Unter Regie von Düwell sorgt ein maskierter Rächer dafür, dass am Ende wieder Frieden einkehrt.

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