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Naturkatastrophen : Monsun fordert in Indien und Bangladesch fast 2.000 Tote

  • Aktualisiert am

Auch solider gebaute Hütten in Indien halten den Schlammassen nicht stand Bild: REUTERS

Bei schweren Überschwemmungen in Bangladesch und Indien sind möglicherweise mehr als 1.900 Menschen ums Leben gekommen. Behörden befürchten eine Ausbreitung von Seuchen.

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          Bei den schweren Überschwemmungen in Bangladesch und Indien sind möglicherweise mehr als 1.900 Menschen ums Leben gekommen. Indien beklagt rund 1.000 Tote. Die staatliche Nachrichtenagentur Banladeshs, BSS, berichtete am Sonntag, offiziellen Zahlen vom Samstag zufolge liege die Zahl bei 691 Toten. Es gebe jedoch Berichte über 200 weitere Tote, die die Behörden noch bestätigen müßten.

          Tausende Menschen seien zudem durch verunreinigtes Trinkwasser an Durchfall erkrankt. Behörden befürchteten eine Ausbreitung von Seuchen. Rettungskräfte bemühten sich weiter, Flutopfer in abgelegenen Region zu versorgen. Die seit dem 10. Juli dauernde Hochwasserkatastrophe gilt als die schlimmste des Landes seit 1998. Damals waren etwa 700 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung schätzt den Gesamtschaden des derzeitigen Hochwassers auf rund 6,6 Milliarden Euro.

          Nach den verheerenden Monsunregen in Teilen Indiens drohen nun verschiedene Staudämme im Norden und Westen des Landes überzulaufen. Die Bewohner von rund hundert Dörfern in den Bundesstaaten Uttaranchal, Himachal Pradesh und Gujarat seien in Sicherheit gebracht worden. Die starken Regenfälle gingen weiter und führten zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Bislang kamen in dem Hochwasser in Indien mehr als 1000 Menschen ums Leben.

          Mindestens 20 Arbeiter einer Baustelle für ein Energieprojekt in Himachal Pradesh saßen am Sonntag in einem Tunnel fest: Die Wassermassen hatten einen Erdrutsch verursacht, Gestein und Erde blockierten den Eingang des Tunnels. In den östlichen Bundesstaaten Bihar und Assam geht das Hochwasser inzwischen zurück. Während es in weiten Teilen Indiens weiter regnet, ist der nördliche Bundesstaat Uttar Pradesh von Dürre betroffen. Die Behörden erklärten, 20 der 70 Bezirke litten unter der Trockenheit wegen zu wenig Regen.

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