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Raumfahrt : „Discovery“-Astronauten beenden Außenmission

  • Aktualisiert am

Soichi Noguchi bei den Reparaturarbeiten Bild: dpa/dpaweb

Rund sechseinhalb Stunden nach ihrem Ausstieg ins All haben zwei Astronauten der „Discovery“ am Samstag ihren Außeneinsatz erfolgreich beendet. Stephen Robinson und Soichi Noguchi hatten die Hülle der Raumfähre nach Schäden abgesucht.

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          Rund sechseinhalb Stunden nach ihrem Ausstieg ins All haben zwei Astronauten des Space-Shuttle „Discovery“ am Samstag ihren Außeneinsatz erfolgreich beendet.

          Stephen Robinson und Soichi Noguchi hatten die Außenhülle der Raumfähre auf Schäden untersucht und Reparaturtechniken erprobt. Nasa-Sprecher John Ira Petty sagte in Houston (Texas), es sei nach bisherigen Analysen nichts entdeckt worden, das einen Rückkehr des Shuttle zur Erde gefährden könnte.

          In der offenen Ladebucht der „Discovery“, die an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt ist, sollten Robinson und Noguchi an Mustern der Hitzeschutzkacheln und der Kohlefaserstreifen, wie sie an den Flügeln der Raumfähre verwendet werden, Reparaturverfahren testen. Aber erst auf der Erde werden sie dann wieder von Forschern untersucht. Diese wollen unter anderem wissen, ob die Reparaturmaterialien auch bei Schwerelosigkeit richtig auf den Oberflächen haften und sich mit ihnen verbinden.

          Soichi Noguchi verläßt das Raumschiff

          Die „Discovery“ war am Dienstag als erste Raumfähre seit der „Columbia“-Katastrophe im Februar 2003 ins All gestartet. Ein Loch, wie es bei der „Columbia“ durch die abgebrochene Isolierung der Tanks entstanden war, könnte aber auch mit den neuen Reparaturtechniken nicht behoben werden.

          Möglicherweise länger im All

          Die „Discovery“ soll möglicherweise einen Tag länger als geplant an der ISS angedockt bleiben und dementsprechend später zur Erde zurückkehren. Wie Einsatzleiter im Weltraumzentrum Houston erklärten, könnte dies eine Konsequenz aus der Anordnung von Nasa-Chef Michael Griffin sein, die „Discovery“-Besatzung möge alle Möglichkeiten prüfen, Lebensmittel- und Wasserreserven bis hin zu Computern und anderen Geräten in der Raumstation zu lassen. Dies solle der ISS-Besatzung für den Fall zugutekommen, daß die Shuttle-Flüge länger ausgesetzt werden müssten.

          Griffin zeigte sich davon überzeugt, daß die Nasa die wieder aufgetretenen Probleme mit dem Isolierschaum des externen Treibstofftanks in den Griff bekommt und gegen Ende des Jahres wieder ein Shuttle starten lassen kann. Dazu sei ein Expertenteam gebildet worden. Griffin übernahm persönlich die Verantwortung dafür, daß in den zweieinhalb Jahren nach der „Columbia“-Katastrophe nicht die Ursachen für deren Absturz beim Wiedereintritt komplett beseitigt worden seien.

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