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Planetenforschung : Licht eines Exoplaneten erstmals direkt gemessen

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Zu nah am Stern: Planet HD 209458b verdampft in seinem Orbit Bild: Esa, Alfred Vidal-Madjar (Institut d'Astrophysique de Paris, CNRS, France), Nasa

Da die jeweilige Sonne, die sie umkreisen, viel heller leuchtet als sie selbst, können Planeten in anderen Sonnensystemen meist nur indirekt nachgewiesen werden. Nun aber ist es gelungen, Licht eines Planeten zu messen.

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          Amerikanische Forscher haben zum ersten Mal Licht von einem Planeten bei einem fremden Stern gemessen. Mit dem Spitzer-Weltraumteleskop konnte das Team Infrarotlicht vom Riesenplaneten HD 209458b empfangen.

          Solche Beobachtungen könnten Zusammensetzung und Struktur der Atmosphäre von Exoplaneten enthüllen, berichten Drake Deming und seine Kollegen vom Goddard Raumfahrtzentrum der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa in Greenbelt (amerikanischer Bundesstaat Maryland) und Kollegen in einer Veröffentlichung der Online-Ausgabe des britischen Fachjournals „Nature“ (DOI: 10.1038/nature03507).

          Leuchten im Infrarotlicht

          HD 209458b ist um ein Drittel größer als Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Er umkreist seinen Stern jedoch in viel geringerer Entfernung und erreicht nicht einmal ein Zwanzigstel der Distanz der Erde zur Sonne. Dadurch heizt sich der fremde Planet stark auf und leuchtet im Infrarotlicht. Von der Erde aus gesehen wandert er regelmäßig hinter seiner Sonne hindurch und ist dann nicht mehr zu sehen. Diese Abschwächung des Infrarotlichts haben die Astronomen jetzt beobachtet. Erste Analysen des Infrarotlichts ergeben eine Temperatur des Exoplaneten von etwa 850 Grad Celsius.

          Lokalisiert: Planet HD 209458b

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