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Meeresbiologie : Schnelles Leben, früher Tod

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Wird höchstens zwei Monate alt: Eviota sigillata Bild: FAZ

Für Muße bleibt Eviota sigillata keine Zeit. Denn diese winzige Grundel, die in tropischen Korallenriffen ihr Auskommen findet, wird höchstens zwei Monate alt. Das ist die niedrigste Lebenserwartung, die bisher bei einem Wirbeltier gefunden wurde.

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          Für Muße bleibt Eviota sigillata keine Zeit. Denn diese winzige Grundel, die in tropischen Korallenriffen ihr Auskommen findet, wird höchstens zwei Monate alt. Das ist die niedrigste Lebenserwartung, die bisher bei einem Wirbeltier gefunden wurde, wie australische Meeresbiologen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Current Biology" (Bd.15, S.R288) berichten.

          Martial Depczynski und David Bellwood von der James Cook University in Townsville (Queensland) haben im Großen Barriereriff mehr als 300 der höchstens zwei Zentimeter großen Fischchen gefangen. Anhand der Otolithen, der "Ohrsteinchen", ermittelten sie ihr Alter. Der Methusalem brachte es auf 59 Tage. Allein drei Wochen entfallen auf das Larvenstadium im offenen Meer.

          Nach dem "Seßhaftwerden" in einem Riff und dem Erreichen der Geschlechtsreife bleiben noch 25 Tage für die Fortpflanzung. Das Weibchen legt dabei rund 400 Eier, die von den Männchen heldenhaft verteidigt werden. Als Wirbeltier mit der kürzesten Lebenserwartung - höchstens 12 Wochen - galt bisher der in saisonal austrocknenden Tümpeln Zentralafrikas lebende Fisch Notobranchius furzeri.

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