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Nachhaltige Energiequellen : Wasser

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Kurzübersicht Wasserkraft Bild: FAZ.NET

Wasser treibt seit Langem Maschinen an. Heute erzeugt es Strom - doch die Potentiale sind nahezu ausgeschöpft.

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          Wasserkraft nutzen Menschen schon lange, um Maschinen wie Mühlen, Sägen oder Hammer anzutreiben. Heute wird Wasser ausschließlich zur Stromerzeugung benutzt. Dabei treibt die Wasserströmung - oft aus angestauten Seen - einen Turbine an.

          Für die Energiegewinnung aus Wasser werden verschiedene Turbinen benutzt. Die Kaplanturbine funktioniert wie eine Schiffsschraube mit senkrechter Achse. Das Wasser läuft entlang der Achse an dem daran liegenden Rad vorbei. Dieses Prinzip wird bei geringen Höhenunterschieden und großen Wassermengen benutzt. Die Francisturbine ist eine der ältesten Turbinenarten und kommt häufig in Kleinwasserkraftwerken bei geringen Fallhöhen und mittlerem Wasseraufkommen zum Einsatz. Typisch für sie ist das schneckenförmige Gehäuse. Die Peltonturbine ist für große Fallhöhen und kleine Wassermengen gebaut. Nach dem Durchlaufen einer Druckleitung wird das Wasser über Düsen auf die Turbine gespritzt. Durchströmturbinen werden bei kleinen Fallhöhen und kleinen Wassermengen benutzt.

          Neue Kleinwasserkraftanlagen mit zwischen 700 und 1.000 Kilowatt Leistung kosten 17.000 bis 20.000 Mark pro Kilowatt Leistung. Die Stromkosten liegen bei einer typischen Auslastung von 4.000-5.000 Stunden pro Jahr bei 6 bis 13 Cent pro Kilowattstunde.

          Wasserkraft nahezu ausgeschöpft

          Mit Wasserkraft werden in Deutschland vier Prozent des Stromverbrauchs gedeckt. Dank ausgereifter Technologie und guter Nutzung liegt Wasserkraft bei der Energiegewinnung an zweiter Stelle hinter der Biomasse. Heute sind in Deutschland etwa 5.500 Wasserkraftwerke mit einer Leistung von 3.500 Megawatt in Betrieb.

          In den südlichen Bundesländer bieten sich die besten Potentiale zur Nutzung von Wasserkraft, besonders der Voralpenraum bietet sich wegen hoher Gefälle an.

          Kritik an der Wasserkraft gibt vor allem, weil das Einrichten von Stauseen einen großen Eingriff in die Ökologie eines Gewässers darstellt.

          Die Nutzung von Wasserkraft in großen Anlagen ist in Deutschland nahezu ausgeschöpft. Der Ausbau von Kleinkraftwerken kann jedoch noch weiter betrieben werden. Schätzungen des Bundesumweltministeriums gehen von weiteren möglichen 500 bis 800 Megawatt zu installierender Leistung aus.

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