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Nachfolger von Kardinal Müller : Mit Franziskus auf einer Linie

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Gibt nur ungern Interviews: Luis Francisco Ladaria Ferrer, künftiger Chef der Glaubenskongregation Bild: AP

Papst Franziskus macht den Spanier Luis Francisco Ladaria Ferrer zum Chef der Glaubenskongregation. Wer ist der Mann?

          Der Nachfolger von Kardinal Gerhard Ludwig Müller als Chef der Glaubenskongregation, der spanische Kurienerzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer, ist schon seit einigen Jahren so etwas wie die rechte Hand von Papst Franziskus. Der 73 Jahre alte studierte Rechtswissenschaftler, wie der Pontifex ein Jesuit, ist das erste Mitglied dieser Ordensgemeinschaft an der Spitze der Zentralbehörde der katholischen Kirche und – anders als Müller – mit dem Oberhaupt in den meisten Fragen auf einer Linie.

          Papst Benedikt XVI. hatte Ladaria 2008 zum Erzbischof und zum Sekretär und damit zur Nummer zwei der Glaubenskongregation ernannt. Franziskus machte den Mallorquiner aus Manacor dann 2013 zu seinem Hauptberater in theologischen Fragen. Als solcher stand Ladaria unter anderem auch hinter den Ansprachen des Papstes.

          Während Müller als konservativer Hardliner gilt, wird Ladaria im Vatikan als „gemäßigter Konservativer“ bezeichnet. Im Vatikan wird zudem erwartet, dass der Spanier im Gegensatz zu seinem Vorgänger vorwiegend hinter den Kulissen agieren wird. Ladaria ist nämlich zwar ein hochqualifizierter Theologe, meidet aber die Öffentlichkeit und gibt kaum Interviews. Vor einigen Jahren wurde er mit den Worten zitiert: „Ich muss sagen, dass mir die Extremismen nicht gefallen, weder die progressiven noch die traditionalistischen.“

          Ladaria versteht und spricht ziemlich gut Deutsch, weil er seine Philosophie- und Theologiestudien nicht nur in Madrid, sondern auch in Frankfurt am Main absolvierte. Als seine Lehrmeister in Deutschland bezeichnete er vor einigen Jahren unter anderem die Jesuiten und einflussreichen Konzilstheologen Alois Grillmeier und Otto Semmelroth. Er liest nach eigenen Angaben sehr viel. Und als Liebhaber der klassischen Musik mag er vor allem Johann Sebastian Bach.

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