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Nach monatelangem Namensstreit : Düren bleibt Düren

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Das Dürener Tor in der Kleinstadt Nideggen im Kreis Düren Bild: dpa

Sie hielten das Vorhaben für abstrus – nun haben sich die Bürger nach monatelangem Streit per Entscheid durchgesetzt: Der Kreis Düren wird nicht in „Rurkreis Düren-Jülich“ umbenannt.

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          Namen sind eben doch nicht Schall und Rauch, sondern entfalten manchmal sogar ungeahntes Mobilisierungspotential. Im Südwesten Nordrhein-Westfalens gab es nun einen Bürgerentscheid, um einen seit Monaten heftig geführten Namensstreit beizulegen. Rund 83 Prozent der Wähler votierten dafür, dass der Kreis Düren weiter Kreis Düren heißt. Die Bürger kippten damit die Entscheidung des Kreistags, der im Dezember mit großer Mehrheit die Umbenennung in „Rurkreis Düren­Jülich“ beschlossen hatte. Der neue Name stehe viel besser für den gesamten Kreis mit seinen 15 Kommunen, fanden die Kommunalpolitiker. Zudem bringe er das weltweit bekannte Forschungszentrum Jülich in Erinnerung. Der Fluss Rur wiederum – der nicht mit der Ruhr zu verwechseln ist und von der Eifel kommend von Süd nach Nord das Kreisgebiet durchfließt – sei das verbindende Band.

          Seit Anfang des Jahres formierten sich zunächst vorwiegend mithilfe der sozialen Medien immer mehr Gegner des Vorhabens. Sie hielten die Sache für reine Geldverschwendung und die Argumente des Kreistags und des Landrats für abstrus – allein schon, weil unter dem Sammelnamen „Rurkreis Düren-Jülich“ weiterhin 13 Kommunen „ignoriert“ würden. Es gelte, beim seit 50 Jahren bewährten „Kreis Düren“ zu bleiben. Wie sich die Zeiten ändern: Als der Kreis Düren 1972 aus den Altkreisen Düren und Jülich gebildet wurde, gab es in der Region heftige Proteste, weil sich die Jülicher zurückgesetzt fühlten.

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