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Nach Hurrikan "Irene" : Der Regen war das Schlimmste

Die Regenfluten zerstörten diese Straße im Bundesstaat New York Bild: dapd

40 Tote, schwere Überflutungen und umgestürzte Bäume. Hurrikan „Irene“ hat deutlich seine Spuren hinterlassen. Während den Aufräumarbeiten, wird die Kritik an der Vorbereitung immer lauter.

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          Zwei Tage nach Durchzug des Hurrikans „Irene“ haben vor allem die neuenglischen Bundesstaaten weiter mit schweren Überflutungen gekämpft. Die Behörden teilten mit, dass in elf Bundesstaaten mindestens 40 Personen bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen sind, aus Kanada wurde ein Todesfall gemeldet. Die meisten Opfer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen oder kamen bei Autounfällen um. Zuvor hatte der Hurrikan auf Puerto Rico sowie auf der Insel Hispaniola (Dominikanische Republik und Haiti) mindestens fünf Menschenleben gefordert.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Während sich in New York, dessen küsten- und flussnah gelegene Stadtteile auf Geheiß von Bürgermeister Michael Bloomberg am Samstag zwangsevakuiert worden waren, das Leben rasch wieder normalisierte, werden in den Überschwemmungsgebieten in Neuengland und auch in New Jersey die Folgen der Katastrophe noch monatelang zu spüren bleiben. Zumal in Vermont verwandelten sich Bäche binnen weniger Stunden in reißende Ströme, Brücken und Häuser wurden fortgerissen, Tausende sitzen in ihren überfluteten Häusern fest.

          Aufräumen für den „Labor day“

          Inzwischen wird vermehrt Kritik laut an den Evakuierungsanordnungen. Obwohl lange vor dem Aufprall des Sturms auf das Festland feststand, dass weniger der Wind als der Regen ein Risiko darstellen würde, konzentrierten sich die Vorsichtsmaßnahmen auf die Küstengebiete. Dagegen wurden die erwartbaren katastrophalen Folgen der Regenfälle am Fuße der Adirondack- und der Catskill-Berge kaum je erwähnt. Einwohner von New York, die den Evakuierungsanordnungen gefolgt waren, sahen sich bei Verwandten im vermeintlich sichereren Hinterland viel größeren Gefahren ausgesetzt, als es in den von den Sturmfolgen weitgehend verschonten Küstengebieten der Fall gewesen wäre.

          Derweil wurden die Aufräumarbeiten an den Küsten und Sandstränden fieberhaft fortgesetzt, weil die dortigen Gemeinden und Städte für das letzte große Reisewochenende der Saison vorbereitet sein wollen, das verlängerte Wochenende zum amerikanischen Tag der Arbeit, dem „Labor Day“ am Montag.

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