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Musik : Nach Schlägerei: Oasis sagt Deutschlandtournee ab

  • Aktualisiert am

Die Schlägerei der Briten vom Dienstag hat zumindest ein gesundheitliches, wenn nicht gar ein gerichtliches Nachspiel.

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          Die britische Popband Oasis hat nach der Schlägerei in München die restlichen Konzerte ihrer Deutschlandtournee am Dienstag abgesagt. Oasis-Frontmann Liam Gallagher müsse nach Großbritannien zurückkehren, um sich medizinisch behandeln zu lassen, sagte Veranstalter Christopher Brosch. Gallagher waren bei der Schlägerei in der Nacht zu Sonntag in München beide Schneidezähne ausgeschlagen worden.

          „Er hat außerdem einen stark geschwollenen Kiefer und kann nicht singen“, erklärte Brosch. Deshlab fallen die Konzerte in Düsseldorf (Mittwoch) und Bremen (Donnerstag) aus. Die Auftritte in München und Hamburg zu Wochenbeginn waren bereits abgesagt worden.

          Streit begann innerhalb der Band

          Im Nachtclub des Hotels „Bayerischer Hof“ war es am Sonntag nach jeder Menge Alkohol zunächst zu einer der häufigen Auseinandersetzungen zwischen den Bandmitgliedern gekommen. Im Laufe der Rauferei landete einer der Rock-Stars auf dem Tisch einer benachbarten Gruppe italienischer Touristen. Die fünf Italiener wollten den betrunkenen Briten wieder loswerden - und der Streit eskalierte.

          Die Bandmitglieder gingen daraufhin geschlossen auf die Touristen los. Beide Seiten lieferten sich eine heftige Schlägerei, in deren Verlauf Oasis-Sänger Liam Gallagher zwei Zähne ausgeschlagen wurden, zudem erlitt er Verletzungen im Gesicht. Auch zwei Leibwächter der Band und mehrere Hotelangestellte griffen ein. Als die Polizei eintraf, trat Gallagher einem der Beamten vor die Brust. „Er wurde leicht verletzt“, sagte ein Polizeisprecher. Die britischen Raufbolde verbrachten die Nacht in Ausnüchterungszellen des Münchner Polizeipräsidiums.

          Staatsanwaltschaft prüft Gelstrafe

          Nach Angaben des Veranstalters Christopher Brosch sollen die ausgefallenen Konzerte der Deutschlandtournee Anfang des kommenden Jahres nachgeholt werden. „Die Leute können ihre Karten behalten, sie sind weiterhin gültig“, sagte Brosch. Wer das Geld aber erstattet haben möchte, könne die Tickets auch an den Vorverkaufsstellen zurückgeben.

          Offenbar prüft die Staatsanwaltschaft anstelle eines Prozesses eine Geldstrafe gegen Mitglieder der Band. „Sicherlich ist es denkbar, dass das Verfahren im Wege eines Strafbefehls abgeschlossen wird", sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Dienstag in einem Interview mit Reuters-TV. Alle fünf „Oasis"-Mitglieder könnten ab Mittwoch Deutschland wieder verlassen, wenn ihr Management bis Mitternacht eine Kaution von 230.000 Euro an die Münchner Justizkasse überweise.

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