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Nach „Fahrradklima-Test“ : Münster nicht mehr fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands

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Eine Radfahrerin fährt auf dem Prinzipalmarkt in Münster. Die Stadt hat ihren Status als fahrradfreundlichste Stadt der Bundesrepublik verloren. (Archivbild) Bild: dpa

Münster hat den Rang als fahrradfreundlichste Stadt verloren. Neuer Spitzenreiter ist eine Stadt in Baden-Württemberg. Das ergab das Ranking des ADFC. Dafür schneiden andere Städte im Münsterland erstaunlich gut ab.

          Münster ist nicht mehr die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Das ergab das neue Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), das am Dienstag in Düsseldorf vorgestellt wurde. In der Kategorie der Städte mit über 200.000 Einwohnern wurde Münster von Karlsruhe überholt. Bremen, Hannover und Leipzig sind laut einer Umfrage die fahrradfreundlichsten deutschen Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern.

          Bei den kleineren Städten dominierte das Münsterland: Bocholt (50.000-100.000 Einwohner) kam in seiner Kategorie auf den ersten Platz, ebenso wie Reken (unter 20.000). Der Sonderpreis für die familienfreundlichste Fahrradstadt ging auch in die Region – nach Wettringen. Die Verlierer der Umfrage kamen ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen: Köln, Remscheid und Lüdenscheid belegten in ihren Kategorien die letzten Plätze.

          Bundesweit hat die Unzufriedenheit der Radfahrer mit den Radwegen weiter zugenommen. Bemängelt wurde vor allem, dass Radwege zu schmal seien oder von Falschparkern blockiert werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Radverkehr mit gesetzlichen Änderungen attraktiver und nutzerfreundlicher machen. Er kündigte am Dienstag Vorschläge für eine Novelle der Straßenverkehrsordnung bis Pfingsten an.

          Mehr Radwege für sicheres Fahren

          „Bei uns klingeln die Alarmglocken, wenn wir sehen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer sich nicht sicher fühlen“, sagte ADFC-Bundesvorständin Rebecca Peters. Deutschland brauche gute und breite Radwege, die getrennt von stark befahrenen Straßen verliefen. Von September bis November 2018 erhielt der ADFC für seinen Test Rückmeldungen von rund 170.000 Radfahrern aus ganz Deutschland. Das war eine neue Rekordbeteiligung nach rund 120.000 Antworten bei der vergangenen Umfrage im Jahr 2016. Der Fahrradklima-Test ist nicht repräsentativ, gilt aber als Stimmungsbarometer.

          Der Fahrradklima-Test des ADFC ist ein Zufriedenheitsindex von Radfahrern. Teilnehmer können alle zwei Jahre in 32 Fragen die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt bewerten. Bundesweit nahmen 170.000, in NRW über 41.000 Menschen an der Umfrage teil – 40 Prozent mehr als beim vergangenen Mal. Bewertet wurden bundesweit mehr als 680 Städte, knapp 170 davon in NRW.

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