https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/muenchen-bereitet-sich-auf-oktoberfest-vor-das-ist-neu-auf-der-wiesn-18320595.html

Countdown zur Wiesn : München wechselt in Oktoberfest-Modus

  • Aktualisiert am

Ab Samstag sieht man dieses Bild in München wieder täglich. Millionen Besucher werden zum Oktoberfest erwartet. Bild: dpa

Nach zwei Jahren Corona-Pause ist München ab Samstag wieder im Wiesn-Modus. Auf dem Gelände laufen die letzten Vorbereitungen – und auch die Rolltreppen werden schneller gestellt.

          2 Min.

          Zum Start des Oktoberfests am Samstag präsentiert Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) gemeinsam mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstag auf dem Festgelände die Neuheiten. Dort laufen gerade letzte Vorbereitungen, bevor Reiter an diesem Samstag das erste Fass Bier anzapft und damit nach zwei Jahren Corona-Zwangspause das größte Volksfest der Welt eröffnet. Corona-Auflagen gibt es keine auch wenn schon jetzt eine Infektionswelle nach der Wiesn erwartet wird.

          Trotz Pandemie, Inflation, Krieg und Energiekrise: Die Reservierungslage ist den Wirten zufolge sehr gut. Rund sechs Millionen Besucher kamen vor der Pandemie alljährlich zur Wiesn.

          Kein Volksfest-Wetter

          Ein Wermutstropfen ist die Wettervorhersage: Just am Samstag soll es kalt und regnerisch werden. Die Temperatur soll fast bis auf zehn Grad sinken kein Volksfest-Wetter. Dabei wollen die Wirte wegen der Gaskrise auf Heizstrahler dieses Jahr draußen verzichten.

          Neu gebaut ist das Bräurosl-Festzelt, außerdem wird es von einem neuen Wirt betrieben. Im Schaustellerbereich kommen erstmals ein Familienkarussell mit Gondeln namens „Circus-Circus“ und ein Virtual-Reality-System namens „OktobVRfest“. Im Südteil des Geländes geht es auf der Oidn Wiesn mit ihren historischen Fahrgeschäften und Blasmusik gemütlich zu.

          Die Maß kostet bis zu 13,80 Euro

          Rund 600 Polizeibeamte sorgen während der zwei Festwochen bis zum 3. Oktober für Sicherheit. Es gibt erneut Eingangskontrollen. Wie in den vergangenen Jahren gilt ein Verbot für größere Taschen und Rucksäcke.

          Die Maß kostet zwischen 12,60 Euro und 13,80 Euro. Im Vergleich zur vorherigen Wiesn 2019 steigt der Preis im Schnitt um 15,77 Prozent.

          U-Bahn-Taktung fast verdoppelt

          Ab Samstag stellt auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf Wiesn-Modus um. Dann fahren mehr U-Bahnen als sonst zur Theresienwiese und die Rolltreppen werden schneller gestellt.

          „Wir verdichten den Takt auf den Linien U4/U5 so, dass während der Wiesn je nach Tageszeit alle 2,5 bis 3,3 Minuten ein Zug zwischen Theresienwiese und der Innenstadt verkehrt“, erläuterte ein MVG-Sprecher. Damit sei die Taktung in etwa verdoppelt. Wenn der Bahnsteig trotzdem voll ist, fährt auch mal eine U-Bahn ohne Halt bis zur nächsten Station durch.

          Rolltreppen im Wiesn-Modus

          Die Rolltreppen in Deutschland nach einer DIN Norm mit 0,5 Metern pro Sekunde unterwegs werden zur Wiesn-Stoßzeit auf 0,68 Meter pro Sekunde gestellt. Wegen des Tempos wird aber niemand das Gleichgewicht verlieren in vielen Ländern sind Rolltreppen auch im Normalbetrieb mit mehr Tempo unterwegs.

          Daneben gebe es weitere Maßnahmen, um bestmöglich für den Wiesn-Ansturm gerüstet zu sein, erläuterte der MVG-Sprecher. Am U-Bahnhof Theresienwiese sei tagsüber und abends ein Fahrtreppenmonteur vor Ort, um kleinere Störungen schnell beheben zu können. Neben 120 externen Kräften helfen Kolleginnen und Kollegen der Berliner BVG, der SSB Stuttgart, der Hamburger Hochbahn, der Wiener Linien und noch einiger anderer Verkehrsbetriebe aus.

          Nach zwei Jahren Corona-Pause

          Nachmittags und abends ist außerdem ein Sanitätsdienst im U-Bahnhof, um Fahrgäste mit körperlichen Problemen schnell versorgen zu können. Auch der Reinigungsdienst sei dann an der Theresienwiese „für alle Fälle“ direkt vor Ort. Nicht zuletzt führt der Genuss des besonders starken Bieres zur Wiesnzeit regelmäßig zu diversen Verschmutzungen rund um das Gelände.

          Zum Oktoberfest werden heuer erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause wieder Millionen Gäste erwartet; etliche von ihnen dürfen nach einem Besuch auf dem Festgelände selbst kein Auto fahren. Auch bei der S-Bahn fahren mehr Züge. S-Bahnen werden an der Hackerbrücke als Wiesn-Haltestelle im Minutentakt abgefertigt. Die Deutsche Bahn registrierte zuletzt während des Oktoberfests täglich gut 100.000 Menschen mehr als üblich in S-Bahn München.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Chinas Wende : Als habe es die Null-Covid-Lehre nie gegeben

          In China melden sich verstummte Fachleute wieder zu Wort – und der Propagandaapparat hat einiges zu tun. Mit den Lockerungen soll Staatschef Xi Jinping nicht in Verbindung gebracht werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.