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Mordprozeß : Angeklagter im Fall Peggy bestreitet weiter die Tötung

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Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe Bild: dpa/dpaweb

Im Prozeß um den Mord an der neunjährigen Peggy sagte der Angeklagte am Mittwoch, er habe die Schülerin am 7. Mai 2001, dem Tag ihres Verschwindens, nicht gesehen.

          Im Prozeß um den Mord an der neunjährigen Peggy aus Oberfranken hat der Angeklagte die Tat erneut bestritten. Vor dem Landgericht Hof (Bayern) sagte er am Mittwoch, er habe die Schülerin am 7. Mai 2001, dem Tag ihres Verschwindens, nicht gesehen. Der geistig zurückgebliebene 25jährige ist angeklagt, Peggy getötet zu haben, um einen vorausgegangenen sexuellen Mißbrauch zu vertuschen. Die Leiche des Mädchens wurde bis heute nicht gefunden.

          Während der Vernehmung sagte der Angeklagte: „Meine Eltern haben sauber gemacht, zwischen eins und halb zwei haben wir zu Mittag gegessen." Die Staatsanwaltschaft wirft ihm hingegen vor, in dieser Zeit die damals neun Jahre alte Peggy Knobloch erwürgt zu haben. Er habe damit verhindern wollen, daß sie ihn als Vergewaltiger anzeigte, argumentieren die Ankläger.

          Der 25-Jährige sagte vor dem Landgericht in der nicht öffentlichen Anhörung auch zu den ihm zur Last gelegten Mißbrauchsfällen aus, und räumte sie nach Angaben seiner Anwälte weitgehend ein. „Im Großen und Ganzen ist die Antragsschrift so richtig", sagte der Verteidiger des Angeklagten, Walter Bagnoli. Darin wird der Mann beschuldigt, zwischen 1996 und 2001 elf Kinder teilweise mehrfach sexuell mißbraucht zu haben. Im ersten Verfahren hatte er die Vorwürfe wegen sexuellen Mißbrauchs teilweise eingeräumt. Durch die Angaben des Angeklagten konnte bereits am Mittwoch auf die Vernehmung minderjähriger Opfer verzichtet werden.

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