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Monarchie : Queen in Zahlungsschwierigkeiten

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Leidet unter drohendem Geldmangel: Queen Elizabeth II. Bild: AP

Die Einnahmen schrumpfen, die Zuschüsse sinken und selbst das Aktienportfolio Ihrer Majestät hat an Wert eingebüßt. Braucht die Queen eine Gehaltserhöhung?

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          Obwohl ihrem Ruf nach eine der reichsten Frauen der Welt, könnte Königin Elizabeth II. schon bald von Zahlungsschwierigkeiten geplagt werden und das Parlament um eine Erhöhung ihrer Apanage bitten. Wie die britische Zeitung „Independent“ am Donnerstag pünktlich zum 50. Thronjubiläum vorrechnete, wird der Queen möglicherweise schon bald das private Bargeld knapp, mit dem sie mehr und mehr ihre Rechnungen zahlt.

          Die Zeitung sammelte alle öffentlich bekannten Details zum Vermögen der Queen und ließ sie von Finanzexperten analysieren. Diese kamen zu dem Schluss, dass ihre Finanzen „bilanztechnisch gesehen“ gegen Null tendieren.

          Ein bisschen Geld ist noch übrig

          Das Vermögen von Königin Elizabeth II. lässt sich nur schwer einschätzen, da der Hof darüber Stillschweigen bewahrt und auch nicht ganz klar ist, was zu ihrem Privateigentum zählt oder dem Staat gehört: So könnte sie weder die Kronjuwelen veräußern noch den Buckingham Palast.

          Je nach Schätzungen der unterschiedlichen Fachmagazine beläuft sich ihr Vermögen zwischen 275 Millionen Pfund (rund 440 Millionen Euro) und 1,3 Milliarden Pfund. Auch am Donnerstag wollte ein Palastsprecher zu den „Spekulationen“ der Zeitung keine Stellung nehmen.

          Immer mehr Geld aus der Privatschatulle

          Nach den Berechnungen des „Independent“ muss die Queen inzwischen jährlich 15 Millionen Pfund mehr aus ihrer Privatschatulle aufbringen als noch 1993. So seien die Einkünfte aus ihren Königsschlössern dramatisch geschrumpft, die staatlichen Zuschüsse würden stetig sinken, und ihr Aktien-Portfolio sei inzwischen auch zwölf Millionen Pfund weniger wert.

          Wichtigste Geldquelle der Queen ist die „Civil List“, ihre Apanage, die vom Parlament alle zehn Jahre festgelegt wird, und mit der sie ihre Ausgaben als Staatsoberhaupt sowie die Repräsentationspflichten zahlreicher weiterer Royals bestreiten muss. Derzeit und noch bis 2011 beläuft sie sich auf 7,9 Millionen Pfund im Jahr. Laut „Independent“ könnte das Geld angesichts der stetig steigenden Kosten jedoch schon bald nicht mehr ausreichen.

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