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Monaco : Vor der Hochzeit ein hässliches Gerücht

Albert und Charlene lächeln die Gerüchte weg Bild: dpa

Die künftige Fürstin von Monaco Charlene Wittstock soll vor der Hochzeit mit Prinz Albert II. kalte Füße bekommen haben, heißt es in der französischen Presse. Das Fürstenhaus dementiert.

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          „Rien ne va plus“ im Fürstentum Monaco. Dieser Ausruf geht dieses Mal nicht von den Croupiers im berühmten Kasino von Monte Carlo aus. Nein, es sind seriöse, regierungsnahe französische Zeitungen wie „Le Figaro“, die am Mittwoch Alarm schlagen. Die „Märchenhochzeit“ am Freitag und Samstag an der Côte d'Azur stehe unter unglücklichen Vorzeichen. Die wohlgestalte südafrikanische Goldschwimmerin Charlene Wittstock sei ihres Prinzessinnenschicksals überdrüssig, bevor es begonnen habe.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Französische Polizisten, heißt es in der französischen Presse, hätten die 33 Jahre alte grazile Blondine am Flughafen von Nizza in der vergangenen Woche an der Flucht nach Südafrika gehindert - auf Geheiß ihres Verlobten, Fürst Albert. Der monegassische Regent hat zwar einen Palast mit 235 Zimmern, der es mit Buckingham Palace aufnehmen kann, aber keine Polizeikräfte, die aufs französische Territorium ausrücken. Frankreich stellt als Schutzmacht fast alle Beamten im Fürstentum, vom Lehrer bis zum „Staatsminister“ genannten Regierungschef. Deshalb gelten die französischen Medien gemeinhin als gut informiert über das Geschehen auf dem Felsen. Charlene Wittstock habe sich in ihre südafrikanische Heimat zurückziehen wollen, ohne Rückflugticket, schreibt „Le Parisien“. Den Grund für die Beziehungskrise des „Traumpaars“ nennt „Le Figaro“: „Alberts Privatleben war nicht so vorbildlich, wie Charlene angenommen hatte.“

          „Diese Gerüchte haben nur das Ziel, den Ruf des Fürstenhauses zu beschmutzen und dem glücklichen Ereignis schweren Schaden zuzufügen“, heißt es in einem Dementi des Fürstenhauses. „Das ist Wahnsinn, das ist alles falsch“, sagte der Anwalt und Jugendfreund des Fürsten, Thierry Lacoste, im „Figaro“. Alles sei in Ordnung. Als „komplett verrückt“ bewertete auch Christiane Stahl, die Beraterin Alberts II., die Gerüchte. Gegen den Internetdienst des Nachrichtenmagazins „L'Express“ soll aber entgegen anderslautender Ankündigungen keine Strafanzeige erstattet werden. „lexpress.fr“ hatte als erster Internetdienst das Gerücht verbreitet.

          Monaco : Vor der Hochzeit ein hässliches Gerücht

          Die künftige Fürstin von Monaco und Albert II. versuchten bei einem kurzen Auftritt im Hafen Port Hercule, das hässliche Gerücht wegzulächeln. Doch „Le Figaro“ sorgte sich weiterhin über den „irgendwie abwesenden Blick“ der Südafrikanerin. Monaco putzt sich unterdessen weiter für die auf zwei Tage angesetzte Hochzeitszeremonie heraus.

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