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Mindestens 17 Tote : Explosion in iranischer Militärbasis

  • Aktualisiert am

Explosion in einem Munitionsdepot westlich der iranischen Hauptstadt Bild: dapd

In einer Militäranlage in Teheran hat sich eine schwere Explosion ereignet. Mindestens 17 Menschen wurden getötet, die Ursache der Explosion ist noch unklar.

          Bei einer schweren Explosion in einer Kaserne der Iranischen Revolutionsgarden nahe Teheran sind am Samstag mindestens 17 Menschen getötet worden. Mehrere Menschen wurden verletzt. Einige von ihnen befänden sich in kritischem Zustand, berichtete die Tageszeitung „Tehran Time“ und berief sich auf einen hohen Offizier der Garde.

          Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna ereignete sich die Explosion in einem Munitionsdepot der mächtigen paramilitärischen Truppe nahe der Städte Malard und Schahriar, rund 35 Kilometer von Teheran entfernt.

          Nach Berichten des staatlichen Nachrichtensenders Press TV handelte es sich um einen Unfall. Die genaue Ursache würde nun untersucht werden, berichteten iranische Medien. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna hat Präsident Mahmud Ahmadinedschad Verteidigungsminister Ahmad Wahidi gebeten, die Familien der Opfer zu besuchen.

          Press TV zufolge kam es in dem Munitionslager am Morgen zu einem Feuer. Das Unglück habe sich nach Angaben eines hohen Offiziers der Garde beim Umlagern von Munition ereignet, hieß es unter Berufung auf Berichte der Nachrichtenagentur Fars. Durch die Wucht der Explosion seien im weiten Umkreis Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Berichten zufolge war die Explosion auch in Teheran zu hören.

          Die Revolutionsgarden haben großen Einfluss im Iran. Sie wurden nach der islamischen Revolution von 1979 zum Schutz des Regimes aufgestellt. Über die Truppenstärke gibt es unterschiedliche Angaben: Die Rede ist von 125.000 bis 300.000 Mann.

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