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Millionen-Kunstraub : Caravaggio-Gemälde in Berlin sichergestellt

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Im Februar fand in Rom eine Ausstellung aus Anlass des 400. Todestages des barocken Malers Caravaggio statt Bild: REUTERS

Beamte von Bundeskriminalamt und der Spezialeinheit GSG 9 haben in Berlin ein in der Ukraine gestohlenes millionenteures Caravaggio-Gemälde sichergestellt und vier Mitglieder einer internationalen Diebesbande festgenommen.

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          Ein in Odessa gestohlenes Caravaggio-Gemälde im Wert von vielen Millionen Euro ist in Berlin von der Polizei sichergestellt worden. Dabei hat die GSG9 vier mutmaßliche Diebe festgenommen. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Wiesbaden mit. Im Anschluss wurden in der Ukraine 20 weitere Mitglieder einer auf den Diebstahl von Kunstwerken aus Museen spezialisierten Bande festgenommen.

          Das Gemälde mit dem Titel „Die Festnahme Christi“ (auch bekannt als „Der Judaskuss“) war am 30. Juli 2008 aus dem „Museum für westeuropäische und orientalische Kunst“ in Odessa gestohlen worden. Unbekannte Täter waren damals in der Nacht unbemerkt in das Museum eingedrungen, hatten die Leinwand aus dem Rahmen herausgeschnitten und waren anschließend geflüchtet. Das Gemälde aus dem 16. Jahrhundert hat nach Angaben der ukrainischen Behörden einen Wert in zweistelliger Millionenhöhe. Es war seitdem verschwunden.

          BKA und ukrainische Polizei ermittelten jedoch, dass der Verkauf des Gemäldes am Freitag in Berlin abgewickelt werden sollte. Die Verdächtigen, drei Ukrainer und ein Russe, trafen sich hierzu mit einem Kaufinteressenten. BKA und GSG 9 nahmen die Verdächtigen fest und stellten das Gemälde sicher. Es wird Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, zugeschrieben. Ein Kunstsachverständiger stellte danach fest, dass es sich tatsächlich um das geraubte Kunstwerk handelte.

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